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Rhye – Live im Lido, Berlin

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Killing the audience softly. Das kanadisch-dänische Duo aus Los Angeles, Michael Milosh und Robin Hannibal aka Rhye, schaute im gemütlichen Lido vorbei, um mit ihrem Downtempo-Elektro-Funk-Pop Pärchen zum Kuscheln, einsame Seelen zum Sich-sehnen und R’n’B-Connoisseure zum Schmelzen zu bringen.

Vor zwei Jahren brachten diese beiden eher unbeschriebenen popmusikalischen Blätter ihr dermaßen leise tretendes, zartbesaitetes und beeindruckend warmherziges Debüt „Woman“ heraus, gänzlich ohne große PR und mediale Erscheinungsbilder, dass es für nicht wenige eine Überraschung war, irgendwann festzustellen, dass Rhye aus zwei Kerlen besteht.

Anhänger großer Spotlights werden die beiden mit dieser Art von gefühlvoller Musik nicht mehr. Wie schon in diversen Internetvideos zu sehen ist, lieben Rhye es, allein unter Kerzenlicht zu spielen. Das geht freilich aus sicherheitstechnischen Gründen in normalen Bühnen-Venues nicht, man stelle sich die Schlagzeilen vor, wenn zum Kuscheln gekommene Musikliebhaber bei einem Lo-Fi-Konzert den Feuertod fänden. So war die einzige, reichlich strapazierte Seele gestern im Lido der Lichttechniker, der auf Ansage beständig Licht zu dimmen, zu wechseln oder gänzlich abzuschalten hatte und irgendwann reichlich genervt war.

Der fast schon zu leise Sound von Rhyes schönem Debüt wurde richtigerweise nicht versucht, eins zu eins auf die Live-Bühne zu übertragen. Zu sechst, mit Basser, Drummer, Cellisten und Geiger, croonten und loopten sich Milosh und Hannibal durch ihr Programm, das natürlich im Wesentlichen aus ihrem einzigen Album bestand, aber auch ein paar neue Stücke enthielt. Dabei drifteten ihre Songs häufig in schöne Soul-Jams ab, mit Cello- und Geigen-Soli, die der sonst eher digitalen Klangwelt Rhyes gut zu Gesicht stehen.

Bei dieser Art von berührendem Soul-Pop hätte ein wenig mehr persönliche Interaktion zwischen Publikum und Protagonisten nicht geschadet, aber Rhye sind wohl eher von der Sorte, die ihre Musik sprechen lassen.

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