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Maximo Park – Live im Backstage, München

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Maximo Park gehören durchaus in die Reihe jener Bands, die der letzten britischen Hochphase zugeordnet werden. Neben Kaiser Chiefs und Hard-Fi waren es auch sie, die den Sound um die 2005er Jahre prägten. In fast jeder Indie-Disco wurden ihre Lieder rauf und runter gespielt, aber dennoch verschwanden sie irgendwann fast komplett vom Radar der Musikszene. Auch wenn die fünf Briten um Paul Smith zuverlässig Album um Album veröffentlichten, der große Hype war vorbei.

Vor 10 Jahren kam ihr wohl wichtigstes Werk auf den Markt – „A Certain Trigger“. Um dies nochmals hochleben zu lassen, haben es Maximo Park als Reissue gemeinsam mit dem B-Seiten-Album „Missing Songs“ im November nochmal veröffentlicht und sind seitdem auf großer Europatournee. Am gestrigen Abend waren sie im Münchner Backstage zu Gast und spielten sich auf Anhieb wieder in die Herzen der Zuschauer zurück.

Mit großem Applaus kamen die fünf Musiker aus Newcastle auf die Bühne und stimmten mit großer Gelassenheit „Girls Who Play Guitars“ an. Rein äußerlich haben sich Maximo Park kaum verändert. Seit ihrer Gründung blieb die Besetzung unverändert. Und dass Frontmann Paul Smith einen Trilby-Hut trug, war jedem von Anfang an klar.

Das Set in München teilte sich fein säuberlich in zwei Hälften. Der erste Part war ein gnadenloses Peitschen aller bekannten Singles, die seit ihrem Zweitlingswerk „Our Earthly Pleasures“ auf den Markt strömten. Dabei schlugen sie auf der Bühne so energisch wie eh und je ein. Nach „Girls Who Play Guitars“ kamen “The National Health” und “A19”. Diese Songs sind zwar nicht die Höhepunkte der letzten 10 Jahre, aber wurden dennoch gut vom Publikum aufgenommen.

Die Highlights in der erste Hälfte waren aber mit Abstand „Our Velocity“ und „Books From Boxes“. Zwei Lieder, die jede Party und jedes Festival überlebt haben, und noch immer gut im Ohr liegen. Allein der erste Riff von „Books From Boxes“ wurde mit einem frenetischen Applaus bejubelt. Fast jeder kannte die Texte und ließ die Lieder wie ein Chor in Richtung Bühne schallen. Paul Smith macht eine tolle Show mit vielen Luftsprüngen und spricht viele einzelne Worte in fast akzentfreiem Deutsch mit der Menge.

Warum man in den letzten acht Jahren von Paul Smith und seiner Band nichts gehört hat, merkte man teilweise auch beim Konzert. Maximo Park sind zweifelsohne eine sehr gute Live-Band, aber nicht alle Songs wurden vom Publikum gut aufgenommen. Neuere wie „Midnight On The Hill“ oder „This Is What Becomes Of The Broken Hearted“ sind eher unbekannter und wirkten bei den Zuschauern an diesen Abend etwas fad und unmotiviert. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mit „A Certain Trigger“ ein unerreichbares Erstlingswerk geschaffen wurde.

Nach 45 Minuten war der erste Teil des Sets vorbei und es wurde gejubelt und geklatscht, als wäre das Konzert schon vorbei. Nach einer kurzen Pause und Garderobenwechsel bei Paul Smith ging es mit dem zweiten Part weiter. Dieser lag im Zeichen von „A Certain Trigger“. Standardgemäß wurde mit „Signal And Sign“ eröffnet. Der Opener des Debütalbums kann eben auch noch nach zehn Jahren noch die Gemüter erhellen.

Der allergrößte Hit folgt sogleich: „Apply Some Pressure“ wird direkt hinterher gespielt und spätestens jetzt wippten die Füße auch am Rand der Halle und an der Bar mit. Nun wurde auch jedem klar, in welcher Reihenfolge das restliche Set gespielt werden sollte, da die Band sich exakt an die Titelliste des Albums hielt.

Die Intensität des Konzerts stieg weiter im Saal. Maximo Park lieferten eine außergewöhnliche Spielfreude ab. Sänger Paul Smith wirbelte in Olympiamanier seinen Mikrofonständer über die Bühne. Drummer Tom English, der in Ekstase auf der Bühne agierte, erreichte fast punk-artige Intensität und Klangfarbe.

Im Publikum entwickelten sich derweil kleine Mosh Pits und das ein oder andere fliegende Bier in Richtung Decke war auch zu sehen. Vom Gefühl her war man auf einem Festival. Der einzige Nachteil an diesem Abend war, dass man ein spektakuläres Ende oder gar eine Zugabe nicht erwarten konnte, da Maximo Park wie auf dem Album mit „Kiss You Better“ das Konzert beendeten. Ein kleines Schmankerl gab es aber doch noch: Die Ankündigung, dass im nächsten Jahr neue Songs von Maximo Park kommen werden.

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