Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

acht − 5 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Frank Turner – Live in der TonHalle, München

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Wir schreiben Konzert Nummer0 1.820! Die Münchner TonHalle ist komplett ausverkauft. 1.820? Das 1.820. Konzert in der TonHalle? Nicht ganz. „Welcome to my show 1820!“, schrie Frank Turner, Alt-Punker und gefühlter „Best Pub Buddy“ aller, ins Mikrofon nachdem er die Bühne betrat.

Obwohl die meisten hier waren, um Frank Turner zusehen, machte Will Varley den Anfang. Einzig mit Gitarre und Gesang zeigte er, dass es nicht viel braucht, um eine volle Halle bei Laune zu halten. Nun ja, ein bisschen mehr gehört schon noch dazu: eine kratzige Bob Dylan-Stimme, eine ordentliche Portion Charisma und den unverfälschten Sound britischen Folks. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich die komplette TonHalle kollektiv in Will und seine Musik verknallte. “Thank you so much! Come find me on Facebook, Twitter… and Tinder!”. Oh ja, das werden wir.

Dann kamen Skinny Lister. Und ehrlich gesagt, war es im ersten Moment unklar, ob es sich hier nicht doch um Flogging Molly handelte. Irischer Punk-Folk mit landestypischen Instrumenten zauberten Schweißperlen auf so manche Stirn. Es war eine gute Stimmung im Saal, die viele zum Tanzen anregte. Highlight des Konzertes: Skinny Lister waren die erste Band mit crowdsurfenden Kontrabasser. Sie waren ein hervorragender Support für den nun folgenden Headliner des Abends – Frank Turner!

Wie zu erwarten war, lag das Hauptaugenmerk von Frank Turner beim neuen Album. Auch wenn manche sagten, dass er lieber die alten Songs hätte spielen sollen, so fügten sich die neueren Sachen perfekt in die Setlist ein. Allen voran: “The Next Storm”. Dieses ist nicht nur die aktuelle Single, sondern auch der Opener an diesem Abend.

Auch wenn das letzte Konzert in München gerade einmal fünf Monate zurück liegt, so ist die Halle voller Enthusiasmus. Selbst beim ersten Lied machten die meisten schon mit – tanzten, sangen und feierten den britischen Musiker. Einige Minuten später erklang “If Ever I Stray”, welches sich im ersten Teil des Konzertes als Highlight erwies. Hitze und Spannung lag in der Halle, doch ein simples “One, two, three, four!” brachte sie zum Beben. Bier ohne Becher flog von links nach rechts – Becher ohne Bier von rechts nach links. In der Mitte formierten sich die Fans (nicht das letzte Mal an diesem Abend) zu kleineren Mosh-Pits.

Bei 1.820 Shows in 10 Jahren könnte man denken, dass alles zur Routine wird. Nicht so für Frank Turner. Fast das komplette Konzert strahlte er über beide Ohren. Auch bei “Glory Hallelujah”, “Get Better” und “Recovery” zeigte er vollen Einsatz, was vom Publikum gebührend gefeiert wurde. Die Intensität des Konzertes wurde von Lied zu Lied immer extremer.

Das Bier floss, die Menge pogte und sprang fröhlich vor sich hin – umso verwunderlicher war es, als Turner nach “I Still Believe” plötzlich von der Bühne verschwand! War es denn wirklich schon so spät? Tatsache! Ganze 2 Stunden und 27 Songs waren bereits Vergangenheit.

Nach wenigen Augenblicken ließ es sich Turner aber nicht nehmen, ein letztes Lied zu spielen: „Four Simple Words“. Dieses fängt an wie eine Ballade, aber ist dann doch keine. „I’d like to teach you four simple words […] I want to dance.“, sang Frank Turner und strahlte dabei so viel Freude aus, als wäre er in seinem Stamm-Pub bei einem Glas Bier. Die TonHalle erwies sich gerade im ruhigen Anfangspart als textsicher und laut.

Kurz danach: Eskalation. „Hi ho hi ho hi ho, we’re heading out to the punk rock show. Colleagues and friends condescend with a smile.“ Keiner schaffte es mehr, irgendwelche Zeilen zu grölen, da sich das Lied in klassische Punk-Sounds hüllte. Fliegende Bierbecher, Stagediver und Mosh-Pits waren wieder an der Tagesordnung – aber alles viel intensiver.

Auf den standesgemäßen Crowdsurf am Ende der Show verzichtet Frank Turner diesmal, doch kurzer Hand entschloss sich Michael Camino, Bassist von Skinny Lister, sich ein zweites Mal das Bad in der Menge zu gönnen und schloss somit einen tollen Abend ab.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.