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Suede – Night Thoughts – Die guten alten Zeiten

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Ältere Semester werden sich erinnern:  Es gab einmal eine Zeit, in der das Album-Format das Maß aller Dinge war. Damals nahm man sich noch Zeit für das komplette Schaffen einer Band und nicht nur für die einzelnen Filetstücke. Suede wollen mit ihrem neuen Album „Night Thoughts“ an diese Zeit erinnern. Und das mit allen verfügbaren Mitteln. Soll heißen: Die Britpop-Ikonen fahren alles auf, was sie in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der größten Insel-Bands überhaupt werden ließ.

Den Anfang machen majestätische Synthiewände, gefolgt von knarzigen Gitarren und der Stimme, die den Unterschied macht. Brett Andersons Organ klingt auch nach über einem Vierteljahrhundert Businesszugehörigkeit noch wie zu Zeiten, als die Band mit Alben wie dem selbstbetitelten Debütwerk und „Dog Men Star“ vor Leidenschaft und Energie nur so strotzte.

„Dog Man Star“ ist überhaupt ein gutes Stichwort. Mit nostalgischen Zügen und opulenten Archivverweisen weckt „Night Thoughts“ viele Erinnerungen an das vermeintlich ausdrucksstärkste Album der Bandgeschichte. Die Arrangements präsentieren sich pompös, die Refrains gewaltig und die Themen pendeln zwischen Selbstreflektion und dem Blick ins Familienalbum hin und her.

Natürlich klingt alles irgendwie gereifter. Mittlerweile haben die Bandmitglieder Kinder zuhause. Die Blickwinkel haben sich geändert. Das Fundament ist aber immer noch das Alte; ein massiver Grund, überzogen mit schluchzender Melancholie und triefendem Bombast. Und auf diesem werden große Pop-Songs à la „Outsiders“, „No Tomorrow“ und „Pale Snow“ zu Eckpfeilern eines musikhistorischen Kapitels, das hoffentlich noch lange weiter geschrieben wird. Denn ohne Bands wie Suede würde der Musikwelt nach und nach das Rückgrat brechen.

Hier geht es nicht um Singles, kurzweilige Ausrufezeichen und den Moment im Hier und Jetzt. Hier geht es um das große Ganze. Kein Wunder, dass einem Album wie diesem auch noch ein kompletter Film zur Seite gestellt wurde. Danke, die Herren!

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