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Wolfmother – Victorious

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Wolfmother: Schwierige Kiste. Das Nostalgie-Hard-Rock-Brett aus Sydney ist ja im Grunde nur noch ein Synonym für Andrew Stockdale. Vor über zehn Jahren indes war das mal eine echte Band, die auf ihrem gleichnamigen Debüt mit wunderbar pointierten Power-Rock-Riffs Led Zeppelin und Black Sabbath in den Mixer schmissen und mit den Surround-Sound-Möglichkeiten des 21. Jahrhundert alle Stadion-Rock-Register zogen.

Der Ruhm, die Grammys, das Geld, das alles stieg Frontman Stockdale schnell zu Kopf, Gründungsmitglieder Myles Heskett and Chris Ross überwarfen sich im Streit um die üblichen Rock-Star-Wehwehchen öffentlichkeitswirksam, versuchten sich kurzweilig als The Slew, einem Kid Koala Sideproject. Stockdale tauschte die Bandmitglieder wie Unterwäsche. Und dann kam der Niedergang: „Cosmic Egg“ (2009) ein mediokres Klischee, „New Crown“ (2014) die traurige Gewissheit, wie schnell man im Rock von toll zu beschissen driften kann.

Ein eindimensionales, uninspiriertes Soloalbum (2013), das man im Grunde auch als akustisches Wolfmother-Album werten könnte, half nicht die Reputation eines Musikers zu retten, der zu schnell zu groß wurde.

Die Zeichen standen also durchaus auf Verriss, wenn man im Jahre 2016 das vierte Wolfmother-Album „Victorious“ vor die Meinungsflinte bekommt. Und jesuschristmonkeyballs: An himmelschreiend banalen Klischeemomenten, schwülstig aufgebrezelt mit Pathos-Riffs von der Guitar-Hero-Datenbank, mangelt es wahrlich nicht auf „Victorious“.

Insbesondere ein Poet wird Stockdale nicht mehr: „Roses are red, violets are blue, I would give them all for you“. Oder: „We could live together where the ocean meets the sand“. Wenn es Goldene-Himbeere-Awards auch im Music-Biz gäbe, die Power-Ballade „Pretty Peggy“ auf „Victorious“ wäre Frontrunner Kandidat.

Doch wider Erwarten kennt Wolfmothers viertes Album auch das andere Rock-Extrem: Den gelungenen Gassenhauer. Banal und simpel, aber auch fett und unwiderstehlich.

So tummeln sich Licht und Schatten auf einem Album, das einem abwechselnd die Fingernägel hochkräuseln will und anschließend mit gelungener Rock-Hymnik die Jimmy-Page-Reminiszenz erweist. Wahrscheinlich ist genau dieses Album der wahrhaftigste Wolfmother-Einblick den man kriegen wird.

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