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Albrecht Schrader – Leben In Der Großstadt

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Nach der 2012er EP „Jill McBain“ und der Download-Kollektion „Warm Hugs’n Silly Grooves“ aus dem letzten Jahr legt der Pianist Albrecht Schrader mit „Leben In Der Großstadt“ nach.

Differenziert und melancholisch mit Hang zum subtilen Humor beackert er nicht nur poesievoll Leben und Liebe im urbanen Spannungsfeld, sondern produziert neben dem virtuosen Umgang mit den Tasten überaus tanzbaren Indie-Pop.

Flächendeckendes Interesse am Wirken des früheren Kurzzeitmitglieds von Anajo blieb bisher aus, dabei begeistert er Konzertbesucher nicht erst seit der  Zeit im Vorprogramm und gemeinsam auf der Bühne mit Herrenmagazin.

Dabei gibt es prominente Unterstützer. „Neo Magazin Royale“ Moderator Jan Böhmermann hat es sich jedenfalls zur Aufgabe gemacht, den ehemaligen Hamburger Albrecht Schrader zum Superstar zu machen. Bei der Qualität, die „Leben In Der Großstadt“ abliefert, sollte dieser Support allerdings überflüssig sein.

Das Merkmal der EP ist ihre begrenzte Laufzeit. Leider, denn nur vier Stücke wirft der Wahl-Kölner Albrecht Schrader diesmal in den Ring. Die reichen aber für einen repräsentativen Querschnitt seiner Vorstellung von Musik die poppige und jazzige Komponenten verbindet und gern die Nähe zum Chanson sucht.

Die Leichtigfüßigkeit des Titeltracks lässt ahnen, warum in seinem Label-Waschzettel auf Prefab Sproud und Erobique verwiesen wird, stillstehen gilt hier nicht. Der Song fährt ins Ohr und in die Beine. Vielleicht liegt es an der regionalen Nähe, dass dieses Stück durchaus Erinnerungen an das frühe Schaffen seines Stadtnachbarn PeterLicht weckt.

„Ohne Sprünge, Ohne Bräuche“ rückt dann Albrecht Schraders Paradeinstrument in den Mittelpunkt. In der Lounge-Atmosphäre lässt es an die fabelhaften Baker-Boys denken, Schraders vertonte Lyrik macht hier aus dem schwergewichtigen Trennungsthema eine rationale Angelegenheit, die genau zwischen die schwarzen und weißen Tasten passt.

Mit den Merkmalen der Erkennungsmelodie von großen Samstagabendshows früherer Fernseh-Epochen ausgetattet, startet „Theorie mit Fantasie“, hüpft zwischen Pepe Lienhardts Band-Sound und einem Stück vom Rocko Schamoni Album „Der Schwere Duft Von Anarchie“ hin und her. „Ist es richtig oder falsch, sich zu schützen, wenn es knallt“ wird gefragt. Wäre der Knall dieser Song, wären Schutzmaßnahmen jedenfalls nicht nötig.

„Die reinste Form der Liebe ist die Liebe zur Musik“ heißt es im finalen „ Pathos im Alltag“. Wenn diese kleine Philosophiestunde ausklingt ist klar: Albrecht Schrader ist ein Fall für die Feuilletons. Außerdem gerade im April auf Tour. Hingehen, tanzen!

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