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Bibio – A Mineral Love – Analog Im Herzen

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Wer diese Platte nicht liebt, hat sein Herz bereits völlig dem nass-kalten Schmuddelwetter vermacht und kocht die eigenen Wünsche und Hoffnungen nur noch auf Sparflamme.

„A Mineral Love“ fühlt sich nämlich so an, als könne es im Alleingang die geizigen Hochdruckgebiete hinterm Ofen hervor locken. Die volle Palette Frühlingsgefühle in liebevoll psychedelischer Schieflage hat in diesem Jahr wohl noch keiner schöner vertont als Bibio auf seinem achten Studioalbum.

Mit bürgerlichem Namen Stephen Wilkinson genannt, zelebriert der britische Produzent Bibio erneut tadellos die Fusion aus folkloristischen Gitarrenideen und computergenerierten Samplelandschaften.

Das klingt mal nach den neuen Tame Impala, wie etwa im Titelsong, an anderer Stelle nach Gotye ohne dessen Formatradioambitionen, („The Way You Talk“ feat. Gotye), oder aber, wie im fast schon boygroup-artigen „Why So Serious?“ auch mal gewagt cheesy.

Es bleiben aber mindestens ein Dutzend kuschelige Melodien, die sich nie der Banalität geschlagen geben und ihr ganzes Potential entfalten, wenn pure Vernunft und ungetrübte Sinneswahrnehmung zweitrangig werden. Die säuselnde Stimme bettet sich auf minimalistische Beats mit Meereschrauschen, angenehm windschiefe Gitarren und betörende Keyboard- und Synthesizer-Sprengsel aus dem Leierkasten.

Und ja, es ist auch eine nicht zu unterschätzende Kunst, wenn Musik mit einem derart geschmackssicheren Analoganstrich glänzt, obwohl sie eigentlich aus vielen Einsen und Nullen gestrickt ist. Das hat wahrscheinlich weniger mit produktionstechnischen Tricksereien zu tun, als vielmehr mit Bibios Händchen für gutes Songwriting und den Einflüssen aus der halluzinogenen 70er-Jahre-Musik.

Letztlich ist „A Mineral Love“ vor allem ein unkompliziertes, wunderbar vielseitiges Allzweckalbum für die schönen Tage im Leben: Zum Kiffen, Paaren oder Spazierengehen. Chapeau Bibio!

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