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HÆLOS (Credit Jesse Jenkins)

HAELOS – Full Circle – Euphorie versus Apathie

Wummernde Beats, flirrende Synthies und in Hall gebettete Stimmen, die all jene begleiten, die im Londoner Nachtnebel nach dem Licht im Dunkeln suchen: HÆLOS stehen brückenbauend Spalier, wenn das Fleisch schwach ist, aber mental noch lange keine Ruhe einkehren will.

Lauscht man den Klängen des Dreiers aus der Themsestadt, denkt man sofort an Bands wie Portishead, Massive Attack und Lamb. Mit musikalischen Klangbildern aus dem Untergrund pumpen sich die drei Verantwortlichen Arthur Delaney, Dom Goldsmith und Lotti Benardout durch alles umgarnende Nebelschwaden.

Es geht um gescheiterte Beziehungen, Drogensucht, Verlust und Misserfolg – halt den ganz normalen Wahnsinn zwischen Tag und Nacht. Verarbeitet werden alle Emotionen auf der Tanzfläche. Wenn der Schweiß von silbernen Lüftungsrohren tropft und klatschnasse Leiber wie in Trance über den Dancefloor huschen, geben Songs wie „Dust“, „Separate Lives“ oder „Earth Not Above“ die Marschrichtung vor.

Es gibt keine Pausen. Die vertrackten Beats graben sich in die Magengrube. Mächtige Synthies und Effekte setzen gekonnt Nadelstiche. Und im Background ertönen Gesänge aus fremden Welten. Hier präsentiert sich der Soundtrack für die Stunden nach dem letzten Move.

Der Weg zur Bushaltestelle, das kurze Durchatmen auf der U-Bahn-Rolltreppe, der schlürfende Treppenmarathon in den vierten Stock: Hier steht dein Bett. Es wartet. Doch du kannst noch nicht schlafen. Deine Muskeln zucken immer noch. Zu viele Drogen? Zu viel Alkohol? Zu viel Leidenschaft?

Oder ist es die Musik von Großbritanniens derzeit hellstem Stern am TripHop-Himmel, der dich nicht zur Ruhe kommen lässt? Who knows…

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