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Lucius – Good Grief – Problem Zeitgeist

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Lucius, wir haben ein Problem. Die Indiepopper aus Brooklyn und ihre beiden konform gestylten Sängerinnen Jesse Wolfe und Holly Laessig sind nach innen wie nach außen auf Höhe der Zeit – ihre Musik ist es auch. Doch wer den Zeitgeist kann, steht selten allein auf weiter Flur.

Beginnt das zweite Studioalbum „Good Grief“ mit dem programmatischen Titel „Madness“ inhaltlich noch überraschend morbide („I had a dream where you were standing there with a gun up to my head/ You were asking how it felt”), wollen sich Lucius musikalisch lieber einreihen, im Zweifel auch hinter den Alphatieren ihrer Spezies.

Das Quintett rührt seine Songs mit der in Hipsterkreisen so gerne verspeisten Rezeptur aus Pop, Elektro und Folk zusammen. Wirklich gar ist „Good Grief“ allerdings nicht und die Songs sind keinesfalls fettarm. Man hat auch nach mehreren Durchläufern den Eindruck, dass mehrheitlich Geschmacksverstärker den Gehörgang verstopfen.

Dicke 80er Discobeats, Unsummen synthetischer Spielereien und geballte Singalong-Chöre. Die beiden Frontfrauen singen, häufig im Stakkato, neben-, über und stellenweisen auch durcheinander. Es ist nicht ganz einfach, vor lauter Musik die Songs zu finden, deren Struktur und Melodiebögen ganz klar der Aufmachung untergeordnet sind.

Am besten sind deshalb gerade die verhalteneren Nummern. So kommt das abschließende „Dusty Trails“, trotz der dünneren Glitter-Schicht, erhaben und geradezu überlebensgroß um die Ecke.

Der Rest ist ein Amalgam aus Haim, Tegan And Sara und The Naked And Famous, jedoch weder mit dem Retro-Charme von ersteren noch mit den juvenilen Powermelodien von letzteren.

Unterm Strich bleibt ein schicker Popentwurf, der nicht von der Stange kommt, aber trotzdem an keinem Nischenhaken hängen bleibt und dem Kurzzeitgedächtnis schneller entfleucht, als es dem Zeitgeist lieb sein kann.

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