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Lucius – Wildewoman

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Lucius sind ein Quintett, bei dem zwei Ladies im Zentrum stehen. Die weiblichen Singstimmen von Jess Wolfe und Holly Laessig sind es dann auch, die  den besonderen Reiz der Band aus Brooklyn, New York ausmachen. Dennoch sind Dan Molad, Peter Lalish und Andrew Burri mehr als Beiwerk, sie rücken den betörenden Doppelgesang ins rechte Licht. Die New York Times bezeichnete die Songs als „luscious, luminous, lifting lullabies“ in Anspielung auf den Bandnamen.

Nach einer EP präsentieren Lucius nun ihr Debütalbum „Wildewoman“, das in Gänze überzeugt. Vor allen Dingen verstehen sie es, Indie- und Songwriter-Pop auf eigenwillige, dennoch schlüssige Weise miteinander zu verbinden. Dabei verwenden sie Stilmittel der vergangenen Jahrzehnte und beginnen in den 60ern als die Girl Groups und Phil Spector das Pop-Zepter in den Händen hielten. Im Harmoniegesang und jenen schlichten, umso ansteckenderen Zuckermelodien tauchen sie in den Titeln von Lucius auf. Wobei diese lediglich als wenige unter vielen Stilmitteln wirken.

 Wiederholt werden auch fragmentarisch Electro-Pop-Elemente hinzugefügt, wie z.B. auf „Monsters“, einem Spieluhren-Walzer mit zeitgemäß pluckernd-tuckernden Soundscapes. Selbst der opulente Indie-Art-Sound von The New Pornographers schwingt im Output von Lucius mit, ebenso der Songwriter-Pop einer Neko Case, die ja bekanntlich Mitglied jener New Pornographers ist. Der Titelsong und „Turn It Around“ spiegeln dagegen den Girl-Sound der 60er wider ohne dabei im Retro zu verharren, vielmehr finden hier Melodie und Zeitgeist zueinander.

Zudem sind manchmal R&B Einflüsse a la Santigold auszumachen sowie melodramatische 80er Klänge. Dass das Ganze nicht als Stil-Brei daher kommt, ist dem tighten Bandspiel, der klaren Produktion und den immer betörend gegenwärtigen Singstimmen zu verdanken. Die sind auf dem von Blues, Gospel und Hawaii infizierten „Go Home“ von ganz besonderer Intensität. Mit Beats, Beat und hämmernden Pianotakten wird „Hey Doreen“ inszeniert, Electro der Gegenwart trifft Phil Spector.

Das Konzept von Lucius geht auf „Wildewoman“ vollkommen auf. Die Übersetzung der Vergangenheit in die Gegenwart gelingt ihnen geradezu mühelos, ebenso leichtfüßig balancieren sie Melodie und Rhythmus, das „Stylishe“ und das Natürliche aus. Klasse Debüt!

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