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Higher Authorities – Neptune

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Zur Erscheinungswoche, in die der Welt-Marihuana-Tag fällt, gibt es mit dem sich albern anonym gebenden Duo Higher Authorities die volle Psychedelic Dub-Dröhnung.

Auch wenn Domino Records bedeutungsschwanger von einem nicht näher bekannten Duo aus dem Liverpooler Musikerumfeld berichten, die zusammen mit dem einschlägigen Dub-Produzenten und On-U-Sound-Labelchef Adrian Sherwood am Debüt „Neptune“ rumschraubten, drehten und werkelten, hat sich doch rasch herumgesprochen, wer hinter den ominösen, die Welt verschwörungstechnisch im Stillen lenkenden Higher Authorities steckt:

Adrian Blackburn und John Hartley von der verdienten und respektierten Liverpooler Post Punk- und Neo Psychedelia-Truppe Clinic sind das heimliche Duo. Ohnedies in seltsamen Soundgefilden mit ihrer Hauptband Zuhause, geben sich Blackburn und Hartley hier vollends den wirren Soundstrukturen und trippigen Wabereien hin.

Die gelungene Schwere und Finesse des Clinic-Sounds werfen die beiden dabei komplett über Bord und versuchen sich an augenzwinkernd abgedrehter Kopfhörermusik, für die, man darf es am mit Bedacht gewählten Erscheinungsdatum antizipieren, die ein oder andere bewusstseinserweiternde Substanz durchaus eine gelungene Ergänzung darstellen würde.

Da dieser psychedelische Schabernack dermaßen Dub- und Synthie-lastig daherkommt, fällt der Querverweis zum kalifornischen Gatten-Duo Peaking Lights recht schnell. Allerdings erweist sich eben bei genauerer, unbetäubter und verstandesmäßiger Einordnung, dass Higher Authoritites noch einen weiten Weg haben hin zur Spitze im Psychedelic-Pop.

Zwar tummeln sich schöne Captain Beefhart-Reminiszenzen und allerlei darüber hinaus reichende Kraut-Anleihen auf „Neptune“, aber auf die gesamte Länge des Albums wirkt der Sound ideentechnisch doch etwas dröge, fehlt die spielerische Souveränität der Peaking Lights ebenso wie die songwriterische Stärke guter Psychedelic-Rock-Bands.

Man kann es auch weltlicher formulieren: Hat man den ganzen Tag rumgegammelt, ist das ein ziemlich cooles Album, hat man produktiv den Tag mit Arbeit zugebracht, döst man dabei gnadenlos weg. Dennoch: The Dude abides.

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