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Oum Shatt – Oum Shatt

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Jonas, Chris, Jörg, Richard – nicht sehr orientalisch klingende Namen. Oum Shatt kommen auch aus Berlin und nicht aus Istanbul oder Tanger. Trotzdem weben sie orientalisch anmutende Klänge glaubhaft und nicht aufgesetzt in ihre abendländische Musik ein.

2012 gegründet, haben sie 2013 die 4-Track EP „Power to the Women of the Morning Shift“ veröffentlicht (nein, das ist kein politisches Kampflied auch wenn der Titel so klingt). Mai 2016 vereint das selbstbetitelte Debutalbum „Oum Shatt“ diese vier Tracks mit acht neuen Stücken.

Der Bandname ist eine Hommage an eine legendäre, verstorbene ägyptische Musikerin und einen Ort in der tunesischen Wüste. Dass er gesprochen an eine Schlagzeug-Tonfolge erinnert, ist wohl auch kein Zufall.

Mit ihrer Musik loten Oum Shatt die Grenzen der nicht offensichtlichen Kombination unterschiedlichster Stilrichtungen erfolgreich aus. Wenn sie Grenzen finden, dann nur, um sie vollkommen natürlich auf eine noch nicht gehörte Art zu verschieben.

Lässt sich das in eine verständliche Definition packen? Wohl eher nicht, diese Schublade gibt es nicht. Da mischen sich Pop, Rock, Surf und LoFi mit Alternative und New Wave Komponenten, etwas psychedelischer Sound kommt dann auch noch dazu (und war da nicht sogar ein Hauch Country versteckt?).

Heimelige Dunkelheit mischt sich mit fröhlicher, grenzen-sprengender Lebensfreude. Der Ohrwurm ist alternativ der Refrain oder eine sich wiederholende Melodie, die im Ohr bleiben will.

Und dann kommt die ordentliche Prise Orient dazu, um es einmalig zu machen. Mal schleicht sich der orientalische Rhythmus ein, dann wieder die Melodie. Die Gesangsmodulation der englischen Texte oder die eingefügten textfreien Gesänge entführen einen in die Ferne. Abwechslungsreich, nie langweilig, aber doch homogen über die ganze Platte hinweg. Selten auf die Dauer auch mal etwas anstrengend und nach einer kleinen Pause verlangend.

„Power to the Women of the Morning Shift“ liefert zum Auftakt den Refrain für den Ohrwurm, und das etwas ältere Video dazu den Style der Protagonisten. Ordentlich in Hemd, Sakko und Krawatte. Das macht im Verhältnis zum Sound ungefähr genauso viel Sinn wie die Kombination der Musikstile. Also alles in allem bleiben sie auf jeder Ebene konsequent im Stilbruch.

Eine wenig komplexe, aber angenehme und ungewöhnliche Scheibe, um den Augenblick zu genießen.

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