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Zoot Woman – Absence – Außen pfui, innen hui

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Vom Cover-Anblick des neuen Zoot Woman-Albums „Absence“ sollte man sich nicht täuschen lassen. Sicher, das triste Blau, auf dem in großen Lettern „Front Cover“ prangt, zeugt nicht gerade von besonderer Kreativität. Aber dafür kommen Feingeister spannend arrangierter Pop-Kunst inhaltlich umso mehr auf ihre Kosten.

Schon das eröffnende „Solid Gold“ verdient sich mit eingängigen Strukturen und Johnny Blakes wabernden Hall-Vocals das Prädikat wertvoll. Ästhetische 80s-Pop-Reminiszenzen markieren aber nur ein Ausrufezeichen auf einem vor Höhepunkten nur so strotzenden Album für Pop-Feinschmecker.

„Haunt Me“ beispielsweise kommt mit heißem Soul und 60s-Flair um die Ecke, während sich das locker pulsierende „Ordinary Face“ in wabernde Synthie-Welten verabschiedet.

Und dann haben wir natürlich auch das Feature-Prunkstück des Albums „Still Feels Like The First Time“: eine epische Ballade mit keiner Geringeren als Kylie Minogue hinter dem Mikrofon. Tja, Stuart Price macht’s möglich.

Vielleicht zaubert der Blockbuster-Produzent und Zoot Woman-Reglerdreher ja beim nächsten Studiostreich die Herren von Depeche Mode aus dem Hut. Mit den britischen Synth-Pop-Königen ist der gute Stuart ja auch schon lange auf Du und Du.

Hier und heute verbeugen sich aber alle erst einmal vor der lieben Kylie und ihrer gewinnbringenden Zuarbeit. Genauso wie vor den beiden Blake-Brüdern Johnny und Adam, die mit ihrem qualitativ hochwertigen Dazutun dafür Sorge tragen, dass Pop-Fans in diesem Jahr an „Absence“ nicht vorbei kommen werden. Grottencover hin oder her…

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