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Patrick Wolf – Live im Ampere, München

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Von Patrick Wolf hat man schon lange nichts mehr gehört. Sein letztes Studioalbum „Lupercalia“ ist bereits fünf Jahre her und bildete das Ende eines ziemlichen Hypes um den Süd-Londoner. Auf den schwungvollen Elektro-Indie-Pop mit dem ausdrucksvollen Gesang konnten sich nach dem Überalbum „The Magic Position“ von 2007 nicht nur „The Magnetic Fields“ Fans, sondern alle einigen: Frauen und Männer, Mädchen und Jungs, Heteros und Homos.

Nun ist der mittlerweile Anfang Dreißigjährige jedoch nach langer Arbeit im Studio auf seiner Wildsound Tour, um die neuen Songs des kommenden Albums zu präsentieren. Gestern kam er ins Ampere nach München.

Den Support bietet die herzige Calpernia Addams aus Hollywood, Ministrantentochter und ehemalige Sanitäterin im U.S. Marine Corps. wie sie uns erzählt. Sie macht seit über 20 Jahren Musik und arbeitet derzeit an einem Akkustik-Album, das von Patrick Wolf produziert wird.

Während ihres halbstündigen Auftritts erzählt sie zwischen den Songs kleine Geschichten über ihre Zeit als Heranwachsende in Nashville sowie die erschütternde Geschichte von ihrem ersten Freund Barry Winchell, den sie bei den Marines kennen lernte (nachdem sich Calpernia als Transsexuelle outete), und der deshalb von seinen „Kameraden“ getötet wurde. Wie Addams erzählt, hat es danach 20 Jahre gedauert, bis sie wieder einen Mann, ihren derzeitigen, lieben konnte. Trotzdem gestaltet Calpernia Addams ihr kleines Set sehr unterhaltsam und fröhlich und kommt später für die letzten Stücke bei Patrick Wolf dazu.

Nach fast einer dreiviertel Stunde Umbaupause kommen dann erst Patricks Tourbegleitung und kurz danach Patrick Wolf auf die Bühne und beginnen nach kurzer Begrüßung mit „The Bachelor“ vom gleichnamigen Album. Das Stück sowie die folgenden beiden werden von Patrick mit seiner schicken, weißen Gitarre als eine Art Akkustikversionen dargeboten, seine beiden Begleitmusiker Drew Campbell am Bass und Max Lauder am Schlagzeug mit sanften Handbewegungen dirigierend.

Danach setzt sich Wolf ans Keyboard, Bassist Campbell startet das Playback und es wird lauter und beschwingter mit „Bluebells“ vom „The Magic Position“ Album. Im folgenden wechseln sich ruhigere Akkustik-Lieder mit schnelleren ab wie z.B. „Tristan“ („Wind In The Wires“), vor dem Patrick sein Stirnband mit eleganter Pose wegwirft und uns mit wiegenden Hüften eine kleine Tanzeinlage liefert.

Patrick erzählt, dass die Tour nicht nur dazu dient, die neuen Stücke vorzustellen, sondern auch, um sich zu erinnern, wer man ist (er selbst, aber auch das Publikum). Außerdem, dass er unterwegs ist, seit er 16 ist und das Leben auf Tour besser kennt als z.B. ein Ei zu Hause zu braten oder um Staub zu saugen.

Vor „Thickets“ (Dickichte auf Deutsch), welches Wolf schon während „The Magic Position“ geschrieben hat, es jedoch erst auf dem folgenden „The Bachelor“ veröffentlicht hat, erklärt Patrick, dass der Song eine besondere Bedeutung für ihn hat, weil er eine Wildnis-Landschaft im Norden Englands beschreibt, in die Wolf damals oft mit seinem Fahrrad geflüchtet ist, um sich von dem plötzlichen Trubel um seine Person zu erholen.

Nach einer reichlichen Stunde ist der Auftritt dann beendet. Als Zugabe, zu der ihn das Publikum mit minutenlangem Klatschen bittet, spielt Wolf „Waking The Wild Sound“ vom kommenden Album. Danach verabschiedet er sich herzlich, nicht, ohne zu erwähnen, wie gern er nach München kommt.

Ein schönes, intimes Konzertereignis. Wir sind gespannt auf das neue Album!

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