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AaRON – We Cut The Night – Soundtrack für die Nacht

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Die beiden Franzosen Simon Buret und Olivier Coursier alias AaRON gehören in ihrer Heimat längst zu den Branchen-Top-Sellern. Die beiden ersten Alben des Elektro-Pop-Duos „Artificial Animals Riding On Neverland“ aus dem Jahr 2007, sowie das drei Jahre später veröffentlichte „Birds In The Storm“ erreichten gar Doppel-Gold-Status.

Mit ihrem dritten Studiowerk „We Cut The Night“ wollen die beiden Regler-Nerds nun auch den deutschen Markt erobern. Dabei helfen sollen mitunter recht düstere 80s-Pop-Reminiszenzen und der eine oder andere Ausflug in New Wave-Gefilde.

Der Versuch einer Symbiose aus Alt und Älter, im Verbund mit einer neuzeitlichen Produktion, lässt sich zu Beginn auch ganz gut an. Der Opener „Blouson Noir“ beeindruckt mit oszillierenden Synthie-Flächen, tiefgründiger Struktur und Burets eindringlichem Organ.

Auch das anschließende „Magnetic Road“ hinterlässt Spuren. Man blickt zur Uhr und wünscht sich einen Fast-Forward-Schalter für den eingefahren Schleichweg der Sonne. Bis hierhin: alles gut.

Getreu dem Albumtitel veredeln die beiden Franzosen die Emotionen der Nacht mit einem melancholischen Vintage-Soundtrack. Das passt auch im Großen und Ganzen. Mit zunehmender Dauer läuft der Hörer aber dann doch Gefahr wegzunicken. Die Nacht kann schließlich auch anders.

Zwischen sphärischem Gegeistere trippeln hier und da auch mal ein paar aufgeregte Schritte durch Clubs, Gassen und Parkanlagen. Doch im aaronschen Universum köchelt das musikalische Sein nur auf Sparflamme. Das animiert zwar phasenweise zum in die Hände klatschen. Aber auf Dauer? Irgendwann klappen auch die letzten Augenlider zusammen.

Die Folge: Tiefschlaf. Sinn der Sache? Wohl kaum.

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