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Arbor Labor Union – I Hear You

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Hier gibt es kräftig auf die Ohren. Arbor Labor Union veröffentlichen mit „I Hear You“ ein schnörkelloses Gitarren-Album, welches auf jeglichen Schnick-Schnack verzichtet. Tiefer gelegter Southern-Rock trifft auf Psychedelic und Post-Grunge, um zu hypnotischen Loops aus dröhnendem Bass, Power-Chords und donnernden Trommeln zu fusionieren, die sich nachhaltig ins Gehör fräsen.

„I Hear You“ ist nicht die Jungfernfahrt der Band aus Georgia. Seit der Schule waren sie in mehreren gemeinsamen Projekten aktiv, bevor die Männer als Pinecones auf die Bühne traten, um ihre Liebe zum Rock`n`Roll zu leben. Gitarrist Brain Atoms, Bassist Ryan Evers, Sänger Bo Orr und Schlagzeuger Ben Salie verorteten seitdem ihre musikalische Leidenschaft in sich gnadenlos wiederholenden Soundschleifen, die nicht gespielt, sondern eher zelebriert werden.

2014 gelang mit dem Erscheinen der „Sings For You Now“ LP mit dem grandiosen“ Cosmosis“ mehr als ein Achtungserfolg. Aber das Quartett wollte mehr, eine Symbiose aus Vision und Klang zu bilden, war ihr Ziel, auch ausgedrückt durch die Änderung ihres Namens in Arbor Labor Union. Die erste Platte unter dieser neuen Bezeichnung erscheint jetzt auf dem legendären Sub Pop Label.

Wenn man viel vor hat, müssen die Songs mit einer entsprechender Laufzeit ausgestattet werden. Siebeneinhalb Minuten schafft allein der Opener „Mr. Birdsong“, der trotz einer überschaubaren Anzahl an Riffs keine Langeweile aufkommen lässt und dem, wie den anderen Stücken ebenfalls, eine Strukturierung in Form von Strophe und Refrain bestenfalls vom Hörensagen bekannt ist.

In fetten Boots stapft „Hello Transmission“ durch das musikalische Erbe Seattles, dem Ort, an dem das Werk in den Avast Studios aufgenommen wurde. „Transmission granted“ leiert Bo Orr als mantrahafte Parole in das Mikro. Übertragen wird nicht nur Grunge, alle der Band würdigungswert erscheinende Musik-Epochen werden eingesogen.

Neil Young, Velvet Underground, Pixies, das durch „Radiant Mountain Road“ hämmernde Dave Grohl Drum-Kit – alles angenehm vertraute Elemente, die zu einem halluzinierenden Klangkarussell verschweißt werden.

Produziert wurde dieser Trip von Randall Dunn, der schon mit Thurston Moore und Sunn O)))  zusammen arbeitete, entsprechend voluminös fallen die neun Tracks aus.

Der Sänger taumelt derweil mit seinem intensiven Vortrag zwischen John Lydon und Eddie Vedder herum, jault, schreit, bedient sich in bildgewaltiger Poetik, erreicht mit „IHU“ eine beinahe euphorische Leichtigkeit. Auf Dauer sind seine Vocals dann doch etwas anstrengend, eine Auszeit davon gibt es mit dem spielfreudig-quirligen Instrumental „Babel“.

„I Hear You“ ist ein Brocken, der im Gefüge funktioniert. Wenn überhaupt ein Anspieltipp genannt werden soll, dann vielleicht „Belief`d“ mit seiner höheren Bewusstseinszuständen zustrebenden Unruhe.

Das Album flimmert und staubt wie ein heißer Sommer. Roh, ästhetisch und vor Selbstbewusstsein strotzend, liefert es ein alternatives Hörerlebnis abseits des Mainstream.

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