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Into It. Over It. (Credit Triple Crown Records)

Into It. Over It. – Standards – König des Emo-Revivals

Evan Thomas Weiss alias Into It. Over It ist einer der führenden Vertreter der derzeit aufblühenden Emo-Revival-Szene. Irgendwo zwischen der wuchtigen Brillanz von Jimmy Eat World und der tiefgründigen Melancholie des klassischen Singer/Songwritertums hinterlässt der Projektleiter aus Chicago nun schon seit mehr als fünf Jahren große Spuren in der Branche.

Mit „Standards“ schickt Evan Thomas Weiss dieser Tage nun sein drittes Studioalbum ins Rennen. Vom Titel sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Gängiges sucht man hier nämlich vergebens. Vielmehr präsentiert sich der Gitarrist und Sänger mitsamt Background wieder einmal als Speerspitze einer musikalischen Bewegung, der man mitunter zu Unrecht nachsagt, sie tanze nur auf einer Hochzeit.

Der werte Herr Thomas blickt nur allzu gerne über den Tellerrand. Stagnation ist so gar nicht sein Ding. Freunde facettenreicher Soundscapes freut das natürlich. Zwischen laut und leise pendelnd markiert er erneut den perfekten Brückenschlag.

So beeindruckt er nicht nur mit zahlreichen Soundtrack-Momenten für laue Sommerabende und kuschelige Lagerfeuerrunden („Open Casket“, „Your Lasting Image“, „Old Lace & Ivory“), sondern auch mit satten Gitarreneinsätzen („Closing Argument“) und dynamischen Grooves aus der Schlagzeug-Champions League („No EQ“).

Mit seinem dritten Studiostreich festigt Evan Thomas Weiss seinen Status als fleischgewordener Eckpfeiler einer Post-Generation, die Ende der Neunziger am frenetischsten jubelte. Doch hier nicken nicht nur Nostalgiker anerkennend mit den Köpfen. Dank einer amtlichen Neuzeit-Produktion funktioniert „Standards“ auch im Hier und Jetzt.

Alles richtig gemacht. Wieder einmal.

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