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Ryan O’Reilly – The Northern Line – Unverbindlich unbeschwert

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Ryan O’Reilly, Folkmusiker aus Southhampton, ist auf seinem Debütalbum „The Northern Line“: Ein bisschen traurig, ein bisschen fröhlich, immer mal melancholisch, manchmal aufbrausend. O’Reillys Folk ist absolut ungefährlich, da kann man nichts falsch machen.

Zum Beispiel, wenn man dazu in einem Leihwagen die englische Westküste entlangfährt. Ja: „The Northern Line“, das ist Sixt-Folk. Ist das jetzt schlimm? Keinesfalls!

Die Songs machen ja Spaß, ohne aufdringlich zu sein: Wie „Evil Quarter Mile“ losfetzt, ohne mitzureißen, wie „The Northern Light“ mitfühlen lässt, ohne gleich runterzuziehen. Ryan O’Reilly macht Musik für eine unentschlossene Generation — und trifft damit genau den Nerv der Zeit.

Die Geschichte des Musikers geht so: Im Alter von zehn sieht ihm sein Vater, der irische O’Reilly Senior, in die Augen, sagt „Mit deinem Aussehen oder deinem Charme wirst du eh niemanden beeindrucken, also mach lieber was anderes“ — und drückte ihm eine Gitarre in die Hände.

Aus dem un-charismatischem Sohn Ryan wird der liebenswerte Straßenmusiker O’Reilly. Seine Fans crowdfunden ihn, wo sie können, finanzieren ihm eine Tour und er zieht los. O’Reilly will ein Album aufnehmen, die Studiomiete kann er nur gerade so bezahlen. Er rennt immer mal wieder vor der Polizei weg. Bis ihn das Londoner Scheich-Label DNA Records unter Vertrag nimmt — es gehört Dana Al Fardan, die Musikerin und gelangweilte Tochter eines milliarden-schweren Katarers.

Für O’Reilly ist das eine gute Partie. Mit dem Wüstengeld im Rücken kann er jetzt in Ruhe ein Album aufnehmen, das auch noch durch aufwendige Promo-Aktionen durch sämtliche Musik-Redaktionen gespült wird.

Aufmerksamkeit — garantiert. Das liest sich dann wie im Märchen: O’Reilly, der blasse Zögling einer armen irischen Familie ist jetzt aufgestiegen zum Krösus einer gönnerhaften Scheichtochter, die, auf der Suche nach britischer Authentizität, einen Glücksgriff gemacht hat.

Jetzt lebt O’Reilly in Berlin. Er tourt, musiziert, erzählt von seinen Wurzeln und strahlt übers ganze Gesicht. „The Northern Line“ vermittelt genau diese unverbindliche Unbeschwertheit — Folksongs, die immer ein bisschen distanziert daherkommen und nur dann zünden, wenn sich der Hörer spontan dazu entschließt.

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