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Dinosaur Jr. – Live im Täubchenthal, Leipzig

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Legenden in Leipzig. Es ist noch keine Woche her als die Altrocker von AC /DC trotz oder wegen Axl Rose ein ganzes Stadion füllten, da machen die nächsten verdienten Musiker aus einer ganz anderen Liga Station in Sachsen.

Dinosaur Jr. spielten im Täubchenthal und füllten den Club im Westen der Stadt an diesen warmen Spätfrühlingsabend immerhin zu gut drei Vierteln. Das gemischte Publikum bestand nicht nur aus Veteranen des guten Geschmacks, die auf ihren T-Shirts die Protagonisten der Alternative-Charts der letzten 30 Jahre abgedruckt hatten, auch Nachwuchs-Fans waren vertreten.

Schließlich erwartet man von der Band, die von Ende der Achziger bis Anfang der Neunziger den Indie-Rock erfand, vor allen Dingen Klassiker, aber auch einen Vorgeschmack auf das im August erscheinende neue Album „Give A Glimpse Of What Yer Not“.

Nachdem „Lulu & die Einhornfarm“ die Fabelwesen im Vorprogramm punkig und mit einigen Explicit Content-Lyrics durch den Zauberwald getrieben haben, schlurfen J Mascis,  Lou Barlow und Patrick „Murph“ Murphy gegen neun auf die Bühne. Die Vorfreude der Wartenden ist inzwischen physisch zu greifen, kurze Ansage von Mascis, der damit seine gesamte Konversation mit den Anwesenden im Prinzip auch schon abgeschlossen hat, und ein neuer Song brettert aus den Boxen.

Ob in der Folge „Back To Your Heart“ oder „Start Choppin“: da sich die Songstruktur bei Dinosaur Jr. meist ähnelt, ist egal, was da gespielt wurde. Wichtig ist allein das Wie. Barlow und Murph liefern als Rhythmusgruppen den Motor, der das Konzert antreibt. Der Drummer drischt auf die Schießbude ein als gäbe es kein Morgen, zeitweilige Verluste der Sticks inklusive, der Bassist hämmert mit der Wucht einer Dampframme auf die Saiten.

Mascis, gewohnt teilnahmslos dreinblickend und optisch an den Zauberer Saruman aus „Herr der Ringe“ erinnernd“, bearbeitet die Gitarre wie beseelt, jedem Tritt auf ein Pedal des Effektgeräts folgt ein Riff für den Guitar-Heroes Olymp. Die ellenlangen Solos des Neil Young Bewunderers sind nie nervig, eher Momente, in denen man über die Soundwogen surft. Sein nörgelnd-quengeliger Gesang schneidet sich ins Gehör.

Großes Kino, spätestens bei „Feel The Pain“ sind die Arthroseansätze der älteren  Zuhörer vergessen. Die von der Melange aus Post-Punk und Prä-Grunge generierte Stimmung ist nicht nur in den vorderen Reihen am Siedepunkt.

Musikalisch über alles erhaben werden Dinosaur Jr. am Ende des Sets einen repräsentativen Querschnitt aus Stücken von den meisten ihrer Studioalben plus einiges neues Material gespielt haben.

Ein Konzertabend „Just Like Heaven“, wie es die begnadete Version des Cure-Klassikers später besingt. Wer in die laue Nacht entlassen wird, trägt neben einem Fiepen im Ohr die Erinnerung an ein wunderbares Konzert nach Hause.

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