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Metronomy – Summer 08

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Joseph Mount ist wieder da. Drei Alben fantastischer Indietronica, jener New-Wave-Disco, welche die Nullerjahre so beherrschten, haben er und seine Band Metronomy dem tanzbaren Qualitäts-Pop der letzten Jahre hinterlassen.

Und weil das ganz schön anstrengend ist und man darüber ganz schön alt und erwachsen wird, ist Metronomys fünftes Album „Summer 08“ eine Erinnerungsreise in die Zeit unmittelbar vor einem gemachten Künstlerdasein im Indie-Pop-Bereich und einem schicken Pariser Eigenheim.

2008, bekundet Mount, sei der letzte Sommer mit Zeit und echt frei verfügbaren Tagen in seinem Leben gewesen. Es war auch das Jahr von Metronomys Durchbruch. Das zweite Album „Nights Out“, in überzeugender Do-It-Yourself-Manier aufgenommen, versorgte die Myspace-Generation mit unwiderstehlichen Nu-Disco-Funkereien. Und weg war die Nacht getanzt.

„The English Riviera“ 2011 und „Love Letters“ vor zwei Jahren, immerhin ein UK-Top-10-Erfolg, zementierten Mounts Status als Schwergewicht des Indie-Pops. Wunderbar aufgeräumt, stilbewusst, und doch der Tanzbarkeit verpflichtet, gluckerten Melancholie und Ekstase als verschrobenes Tangopaar durch die alles digitalisierenden Zehnerjahre.

Nein, „Summer 08“ ist keine Rückkehr zu Mounts Soundwelt vor 8 Jahren. Es wäre nur unauthentisch, würden die Synthesizer wieder vor jugendlicher Existenzangst flirren, wie bei seinem Durchbruch, das den meisten Musikliebhabern der Indie-Welt, die um die dreißig sind, als großes Konsenswerk gilt.

Aufgeräumtheit und Ausschluss des Unnötigen, bei absoluter Tanzbarkeit bleiben Metronomys Asse im Ärmel. Dass Mount immer besser wurde, durch seine große Kunst Pausen geschickt einsetzen zu können, die Leere als Mittel eines unwiderstehlichen Rhythmus’ einzusetzen, bleibt auch auf Album Nummer fünf erhalten, ob in den offensichtlichen Krachern „Old Skool“, „Night Owl“, „16 Beat“ oder „Back Together“.

Ein bisschen sind Metronomy eine dem kongenialen Queen-Song „Another One Bites The Dust“ entsprungene Konsequenz.

„Love Letters“ wurde als Bandkollektiv, mit Mounts bekannten Bandbuddies eingespielt, „Summer 08“ hingegen ist ein Einzelwerk. Vielleicht fehlt jene Dynamik, welche gerade im Call-and-Response-Gesang mit Mounts Schlagzeugerin Anna Prior so schön erblühte, auf „Summer 08“.

Abgesehen davon aber, es war nicht anders zu erwarten, bleibt Joseph Mount ein musikalischer Goldesel.

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