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Nils Frahm (Credit Claudia Goedke)

Woodkid And Nils Frahm – Ellis

Dies ist kein Album. Dies ist ein Statement. Der Franzose Yoann Lemoine, Regisseur und als Musiker besser bekannt als Woodkid, und der Wahl-Berliner Komponist Nils Frahm kollaborieren für ein Projekt namens „Ellis“.

Die 25-minütige gleichnamige EP beinhaltet zwei Stücke, die die Vertonung einer Botschaft darstellt. Ellis Island, das Einfallstor in die USA, jene historisch gewordene Insel im Hudson River vor den Toren New Yorks, ist der Schauplatz eines Kurzfilms des Woodkid-Freunds und nur unter seinem Pseudonym bekannten Regisseurs JR. Darin erzählt Robert De Niro aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines Flüchtlings, der in eine neue Zukunft und fremde Heimat aufbricht.

Frahm hat zur Vertonung des Kurzfilms das von Woodkid geschriebene Stück „Winter Morning I“ eingespielt, und fertig ist die Künstlerkonstellation, die einen französischen Regisseur, einen bekannten Indie-Musiker, einen deutschen Neoklassik-Komponisten und eine Hollywood-Größe in einem Projekt vereint, ohne dass sich alle beteiligten Künstler dafür begegnen mussten.

Frahm bedeckt den Kurzfilm „Ellis“ mit passenden Tönen der seichten Introspektive. Ein musikalisches Selbstgespräch über die Ungewissheit des Lebens. Wie schon bei seiner Soundtrack-Arbeit zum deutschen Indie-Erfolg „Victoria“ übertönt die Musik hier nicht den filmischen Stoff, sondern entfalten die Töne ihre Wirkung dezent im Hintergrund.

Die Flüchtlingskrise, Kriege, Terror, der Wahnsinn unserer violenten Welt. „Ellis“ ist ein Statement diverser Künstler, uns zu erinnern: Der Mensch braucht Schutz. Und vor allem Frieden.

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