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King Creosote – Astronaut Meets Appleman

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Das hat schon Klasse, wie spielerisch Kenny Anderson alias King Creosote die Diskrepanz zwischen Ursprung und Assoziation überwindet. Sein Kammerfolk strebt auf „Astronaut Meets Appleman“ geradewegs in den Orbit.

Der zottelige Schotte hat nicht etwa die Bodenhaftung verloren, sondern vielmehr den arkadischen Titel seines neuen Albums in allen Spektralfarben gezeichnet. Davon zeugt auch das ansprechende Zeichentrickvideo zum Song „You Just Want“ – ganz im Stil des beklemmend melancholischen Clips zu Mobys „Why Does My Heart Feel So Bad“.

Eine versonnene Schwerelosigkeit durchweht die Songs, mal luzide wie in „Melin Wynt“, mal weltentrückt und doch heimelig wie in „Faux Call“. Die Crux von Anderson liegt darin, dass er die schwermütigen Stellen stets mit der optimistischen Seite der Melancholie flankiert.

In frohmütigeren Momenten („Surface“ und „Love Life“) legt er gar eine Leichtigkeit an den Tag, wie man sie in Indiekreisen vor allem an Belle And Sebastian schätzt. Stuart Murdoch dürfte hieran großen Gefallen finden.

Zarte Überraschungsmomente sind allgegenwärtig, die in ihrer Detailverliebtheit nur umsetzbar scheinen, wenn man die Provinz Fife an der Nordseeküste Schottlands dem Wohnsitz in der von Ablenkung unterwanderten Großstadt vorzieht.

Wenn die Folklore aus Streichern und Gitarre von einer Harfe durchleuchtet wird, Dudelsäcke so pointiert flöten, dass man ganz vergisst, wie sehr dieses Instrument in anderen Kontexten enerviert, oder eine Kinderstimme (Andersons Tochter) „Peter Rabbit Tea“ endlos wiederholt, dann hat das mehr mit der endlosen Weite eines epischen Soundtracks gemein als King Creosotes eigentliche Soundtrackarbeit „From Scotland With Love“ aus 2014.

Mit „Astronaut Meets Appleman“ gelingt ihm eines seiner spannendsten Alben – was insofern außergewöhnlich ist, als dass der fast-50-Jährige über 40 Platten veröffentlicht hat, wovon keine einzige wirklich schlecht geraten ist.

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