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The Hunna – 100

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Gerade, wo die Sparte Indierock aus den Jahren um die Jahrtausendwende sich endgültig verdünnisiert zu haben scheint, kommt mit The Hunna eine junge Band aus London daher und spielt poppige Varianten, die zwischen semi-relevanten Catfish And The Bottlemen und dem kurzweiligen Two Door Cinema Club liegen.

„We could be“ erinnert mit seinen sirenenartigen Gitarren zwar angenehm an die Editors, doch der Gesang  von Ryan Potter wirkt eine Spur zu melodramatisch. Leider kein Einzelfall. Deswegen werden nicht selten Erinnerungen an diverse Emo-Acts wahr.

Das Quartett sorgt ansonsten für formaterprobten Gitarrenpop, der eine raue Ader vermuten lässt, aber in poppige Konturen gefügt wurde. Die Killers lassen grüßen. Indiepop für eine Nacht geht mit „100“ auf jeden Fall. Ob man sich danach noch gut fühlt, ist hingegen eine andere Frage.

Hin und wieder tendieren die Aufnahmen auch ein wenig Richtung große Arena, was frische Biffy Clyro-Fans der Band sicher nicht krumm nehmen werden. Im Gegenteil.  Mit Zeilen wie „You and me, we are wild, we are free“ oder deren Variation „You and me, we were meant to be“ aus der ansonsten recht passablen Nummer mit dem Titel – Überraschung – „You & Me“, liefern The Hunna dafür jedoch wahrhaft prädestiniertes Material.

Andererseits ist es bewundernswert, wie stilbetont und geschlossen der Bandsound bereits geraten ist. Dafür Applaus, vor allem wenn man bedenkt, dass die Band sich erst im Oktober vergangenen Jahres gegründet hat.

Der Fairness halber muss ebenso erwähnt werden, dass der Band mit „The World Is Ours“ eine kleine Pophymne gelungen ist. Trotz oder sogar gerade wegen dieser grenzenlosen Naivität, die in Floskeln fast ersäuft. Schade nur, dass das vollkommen ungebrochen rübergebracht wird.

Mit dem Abschluss „Sycamore Tree“ ist The Hunna aber noch ein hoffnungsvoller Wurf gelungen, der Mut macht. Die schlichte Akustik dieses kleinen, fast perfekten Popsongs sollte der Band aber selbst eine Lehre sein: Weniger ist mehr, leise Töne führen oft zu cleveren Melodien und ohne Verstärker-Verstärkung ist die Chance höher, dass man eventuell auch nicht immer Strophen singt, die bereits aus etlichen anderen Kehlen kamen.

Hand aufs Herz, also dahin, wohin es The Hunna nicht schaffen: Gebraucht hätte man das Debüt „100“ nicht. Weh tut es aber auch nicht. Oder doch?

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