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Keaton Henson – Kindly Now

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„Kindly Now“ tauft Keaton Henson seine dritte Platte – als ob seine Musik jemals irgendetwas anderes gewesen wäre als angenehme und gütige Singer/Songwriter-Kunst. Sicher, sie ist eher von sanfter Schwermut geprägt als euphorischen Weitsprüngen. Sie wurde bei aller Melancholie aber stets in leicht verdaulichen Happen serviert.

Wahrscheinlicher scheint daher, dass der Londoner Songschreiber den Titel gar nicht so sehr auf seine Musik bezieht, sondern als Aufforderung an sein Umfeld formuliert. Henson leidet unter chronischem Lampenfieber, das ihn dazu zwingt, seltener als gewollt öffentliche Auftritte zu absolvieren.

Der Wunsch nach einer angenehmere Bühnensituation, in der sich seine verzwickte Gedankenwelt, wie sie das Cover zu „Kindly Now“ eindrucksvoll illustriert, zumindest so wohl fühlt, dass die Paralyse ausbleibt – gerade weil dieser Kopf schon so viel mit sich selbst ausmacht, dass er keinen zusätzlichen Belastungen standhält.

„So scared of death that I try to leave part of me here / Don’t forget me,“ singt Henson in „The Pugilist“ und klingt dabei so, als hätte man Glen Hansard von der Straße weggeholt und in den Opernsaal gesteckt – natürlich hinter einem weißen Vorhang und lediglich von hinten angestrahlt.

Elegie und Weltschmerz bettet Henson größtenteils auf samtweiche Streicherteppiche mit vereinzelten, zarten Klaviertupfern. Und ab und an ist das Piano für sich schon ausreichend, um die Schwere des Seins angemessen zu untermalen. Der Fünfminüter „Old Lovers In Dressing Rooms“ ist dafür das beste Beispiel: „She seems dissapointed when I say that I’m not happy at all“.

Alles andere, als sich wohlwollend auf Hensons melodramatischen Seelenschmerz einzustellen, ist regelrecht tabu. Berauscht wird man von einer Platte, die sich vor allem selbst leid tut, aber auch nur selten. Es gilt vor allem: Be kindly guys.

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