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Archive – Live in der Muffathalle, München

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Die Londoner Archive sind schon seit den Neunziger Jahren eine feste Größe im weit interpretierten Alternative-Rock-Universum. Ihr Sound pendelt zwischen Trip-Hop, Progressive-Rock und Elektro-Pop, ist jedoch meist dunkel und trotzdem energetisch.

Mit ihrem neuen Album „The False Foundation“ ist der Band wieder ein besonderes gelungen. Derzeit stellen sie es auf Tour vor, gestern in der Münchener Muffathalle.

Der Support sollte eigentlich von den Pariser Indie-Rockern Dr(Dr)One (sprich Doctor Drone) kommen, die konnten jedoch nicht spielen, wie Archive am Ende des Konzertes mitteilten. Also ging es direkt los mit Archive und deren „Driving In Nails“ vom aktuellen Album.

Die erste Hälfte des Konzertes verdeckt ein durchlässiger Leinwandvorhang die Bühne, so wie neulich schon bei Digitalism, auf den bunte Computer-Animationen projiert werden. Bei „Hatchet“ fällt er dann und die Zuschauer bekommen die acht Bandmitglieder zu sehen.

Live wirken die Archive Stücke deutlich wuchtiger und monumentaler, insbesondere die etwas dünn instrumentierten Lieder des neuen Albums. Das Titelstück „The False Foundation“ treibt einen starken Beat durch die Muffathalle und lässt deren dicke Wände wackeln, ebenso wie „The Weight Of The World“.

Zu dem Sound, der Rock und Elektro kombiniert, passt perfekt der meist abwechselnde Gesang von David Penney (kurz Dave Pen, Gründungsmitglied von BirdPen), von Pollard Berrier, der mit seinem Hut aussieht wie Jack White, und von der 2012 dazu gekommenen Holly Martin. Letztere trägt mit ihrer Stimme und ihren anmutigen Tanzbewegungen deutlich zu der eindrucksvollen Show bei.

Archive haben auch keine Angst vor langsamen Titeln. So gerät „Blue Faces“ mit seinem Drive am Ende zum absoluten Highlight und beendet den Pflichtteil.

Die Zugabe wirkt dann nicht mehr ganz so bombastisch. Trotzdem fordern die Zuschauer einen weiteren Nachschlag und nach gar nicht langer Zeit kommen Archive nochmal auf die Bühne, diesmal nur zu dritt. Sie bedanken sich ausführlich auf Deutsch und Englisch und spielen zum Abschluss „Again“ vom 2002er Album „You All Look the Same To Me“.

Nicht nur wegen der außergewöhnlichen Lightshow ein Konzert-Highlight des Jahres.

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