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New Gen – New Gen

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Hip-Hop war lange ein puristisches Tradionalisten-Ding und Oldschool oft die einzig wahre Schule. Wer über den Tellerrand schauen wollte, galt entweder als ominös oder als nicht kredibil.

Inzwischen haben allerdings Künstler wie Kendrick Lamar die Tore der Black Music so weit in tiefschürfende Kunstgefilde aufgestoßen, dass ganze Heerscharen von Jazzmusik-Studenten hineinschauen können. Zunehmend von seiner Stringenz befreit, ist Hip-Hop mittlerweile zu einem der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Genres der gegenwärtigen Popkultur gewachsen.

Das Londoner Kollektiv New Gen, dessen Mitarbeiterliste länger ist als Donald Trumps designierter Beraterstab, versucht, einen Teil dieser ausgedehnten Bandbreite auf seinem Debüt durchzuexerzieren – agiert dabei aber nicht immer glücklich.

Das düstere „Rather Get Money (Feat TE dness) “ und das hookige „Fuck Your Feelings (Feat Kojey Radical)“ klingen mit britischem Akzent noch unverkennbar nach Londons Urban-Hip-Hop.

In der Überzahl sind allerdings Songs wie „Flexing (Feat Renz)“ oder „Top Floor (Feat Yxng Bane)“, die mit speckigem R’n’B, der immer gleich getriggerten Hi-Hat und klebrigen Autotune-Singalongs zu der verzichtbaren Bandbreite des Genres zählen.

Der „What The Fuck Factor“, den Bandkopf Caroline SM für ihr Projekt proklamiert, will sich deshalb nicht so wirklich einstellen. Als Chefredakteurin der Online Plattform GRM Daily hat sie die in London beliebten „Next Gen 10“ Rotationen kuratiert, aus denen heraus die Idee zur Konzertreihe „New Gen Live“ und mithilfe des Labels XL Recordings schließlich die Philosophie für diese Platte geboren wurde.

Eine begnadete Radioredakteurin macht aber auch mit reichlich prominenter Unterstützung aus dem Hip-Hop-Underground noch nicht zwangsläufig einen neuen Wu-Tang Clan. Und deshalb ist am Ende das Konzept und vor allem das Künstlerkonstrukt hinter „New Gen“ deutlich spannender als das eigentliche Ergebnis.

Dass diesem Projekt dennoch eine bedeutungsschwangere Zukunft bevorstehen könnte, zeigen die restlos ausverkauften Shows.

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