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Schnipo Schranke – rare – Gewohnt unappetitlich!

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„Berufswunsch: Irgendwas mit Fame“ – das war gestern! Zwar hängen Fritzi Ernst und Daniela Reis noch nicht mit Bravo-Starschnitt an der Wand (bloß „in den Seilen“), trotzdem sind Schnipo Schranke längst zwei „von den Geilen“. Egal, ob im exklusiven Tanzkurs mit Detlef D! Soost – ja, genau, der von Popstars –, im Feuilleton oder im Ranzclub um die Ecke, Schnipo Schrankes gammliger Abglanz sucht seinesgleichen.

Mit „rare“ veröffentlichen Schnipo Schranke, aka die Kurze und die Kranke, jetzt ihr zweites Album. Als hätten sie sich ein Stückchen von Lady Gagas Meatdress gemopst, kommt es im Fleischgewand daher. Zeugt das rein instrumentale Klavier-Intro quasi als Filetstück noch von einer gewissen Feierlichkeit, wird der Rest genüsslich durch den Fleischwolf gedreht.

So viel ist sicher: Inhaltlich ist es gewohnt unappetitlich! Das Klavier weicht der Orgel und das Schlagzeug hackt entspannt vor sich hin. Nachdem Schnipo Schranke sich mit „Pisse“ auf dem Staatsakt-Sampler „Keine Bewegung“ in unsere Herzen (oder Blocklisten, je nachdem) gespielt haben, ist es eigentlich nur logisch, dass die Lyrics sich wieder um sämtliche Körperausscheidungen drehen: Popel, Durchfall, „Pipi, Sperma und so weiter“.

Das reimt sich hier übrigens auf „Pimmelreiter“ und während ich diesen Ohrwurm wohl nie wieder loswerde, fühlen sich andere in ihrem Germanist*innenherz gekränkt. Mit Augenzwinkern, eh klar!

Die Stimmung ist generell weniger witzig als noch 2015 auf dem ersten Album „Satt“. „Cluburlaub in der Karibik“ hat da auch nur kurz glücklich gemacht, aber hey! Immerhin!

Zwar geht es auf „rare“ immer noch um Pipi-Kacka und um stumpfe Mutter-Butter-Reime (Hallo, Helge!), aber „rare“ ist eher ein halb und halb aus alldem auf der einen und Verlust, Abschied, Depression auf der anderen Seite. Der Stimmungsring ist „meistens grau. Auf Dauer wird er grauer, auf Tavor even more.“ Die rohen Pipi-Kacka-Witze sind eben nicht bloße Provo, sie werden zur Copingstrategie!

Schnipo Schrankes Musik kann man lieben oder hassen, da gibt es wohl keine Kompromisse. Die Lyrics sind derb, klar, aber wer bei „rare“ nicht hier und da herzlich lacht, hat keinen Humor. Auch, wenn hier Blut fließen muss, wäre „durch“ sicher auch ein guter Titel gewesen!

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