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Bela B – bastard – Das Böse siegt immer

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„Ja, so muss ein Cowboy sein: dreckig, feige und gemein”. Die frühe Wildwest-Weisheit der besten Band der Welt aus „El Cattivo“ gilt auch für die neue Platte von ihrem Schlagzeuger.

Bela B hat sich einen ganz Großen des Spaghettiwestern zur Brust genommen. Sartana, speziell aus dem Teil „Sartana – noch warm und schon Sand drauf“. Dieser Leinwandsaga widmete er sich mit prominenter Unterstützung von u.a. Synchronisationsmeister Christian Brandt im (inzwischen frei zugänglichen) Hörspielformat.

Wo dort die Musik Untermalung des Textes war, filtert „bastard“ den Soundtrack heraus, garniert mit einigen Spoken Word Einlagen. Mit ordentlich Klischee in den Satteltaschen prescht eingangs das „Sartana Theme“ durch die Soundprärie, die Genrekomponisten wie Bruno Nicolai, Francesco De Masi oder Angelo Francesco Lavagnino hinterlassen haben.

Angekommen bei „Der Dreck von Indian Creek“, dem Mutterschiff aller Keime und Viren, wo die zwei Köstlichkeiten auf der Karte der immigrierten chinesischen Köche aus Bohnen und Speck bestehen, besingt das Multitalent Bela B den Hygienestandard jener Zeit. Und obwohl Westernhelden verhältnismäßig oft im Badebottich gezeigt werden: nach diesen Zeilen ist es naheliegend, dass selbst eine „Petroleummieze“ wie Claudia Cardinale in solcher Umgebung nicht nur nach Petroleum roch.

„Zuhaus“, „Showdown“, „Im staubigen Staub der Staubwüste“ oder der Titeltrack – die Geschichten aus dem Tagwerk des Helden bleiben unterhaltsam wie krude. Mit „Ode an das Bahnhofskino“ gelingt Bela B., als Schauspieler von Jörg Buttgereit bis Tatort ebenfalls Big-Player, eine liebevolle Hommage an das B-Movie im Lichtspielhaus.

Zusammen mit Pate Devlin (ihr Beitrag „Das schwache Geschlecht“ platziert die Wiege der Frauenbewegung mitten in den wilden Westen), den Desperados seiner Band Smokestack Lightnin‘, einem munter vor sich hin klimpernden Saloonpiano und wimmernden Banjos bietet „bastard“ besten Country-Western Clash mit Pop-Rock-Appeal.

Ob „Missgeschick & Blei“ oder „Einer bleibt liegen“, wenn der Job getan ist und sich Platte wie Protagonist „Au Repertoire“ verabschieden, bleibt ein bekanntes Gefühl: Das Böse siegt immer!

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