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Der Ringer – Live im NAUMANNs, Leipzig

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Klein und fein ist das NAUMANNs im Leipziger Felsenkeller. Zu klein sollte man meinen, wenn sich dort am Mittwoch eine der hoffnungsvollsten Bands des Jahres ansagt. Der Ringer aus Hamburg gab sich die Ehre, um ihr brandaktuelles Debüt „Soft Kill“ zu promoten.

Ob es an der Ankündigung des Platzhirsches unter den Lokalzeitungen lag, die das Konzert postfaktisch für Dienstag ankündigte, oder am Scheisswetter draußen: Viele Menschen hatten sich nicht unter den ausgestopften Tieren in der Jagdzimmeratmoshäre des Lokals versammelt.

Gerade einmal 28 Personen (inklusive Barpersonal und Protagonisten) befanden sich im Raum, als Support SHI die Bühne betrat. Mit einer Sängerin, so quirlig wie einst Gwen Stefanie, bewegten sich die Laptop-Arrangements des Duos irgendwo zwischen Dillon und The Knife, klangen manchmal wie „Dub Be Good To Me“. Das Zuhören hat sich für eine gute halben Stunde nicht nur wegen „State Of Mind“ und dem Nirvana-Cover „Rape Me“ gelohnt.

Danach ein wenig Indie-Romantik: Der Ringer kümmert sich noch selbst um das Equipment einschließlich des Getränke-Catering. Was die Angelegenheit zügig voran schreiten ließ, denn bereits eine Viertelstunde nach SHI begann ein mystisches Intro und das Quintett quetschte sich auf die kleine Bühne.

Gestartet wurde aber nicht mit einem Titel vom Debüt, „Schwarm“ von der „Glücklich“-EP machte den Auftakt. Danach spielte sich Der Ringer komplett durch „Soft Kill“.

Autotune zum Trotz brauchte Sänger Jannik Schneider einen kurzen Anlauf, um die Töne richtig zu treffen. Die Ansagen zwischen den Stücken klangen dank Effektgerät wie Grüße aus dem Blecheimer, sein Habitus am Mikro erinnerte tatsächlich ein wenig an den im Zusammenhang mit Der Ringer gerne bemühten Ian Curtis.

Wo auf der Konserve die Synthies noch steril-synthetisch blubbern, tendiert der Hybrid aus Mensch und Technik live eindeutig zum Humanoiden. Besonders nachhaltig ist dieser Eindruck, wenn die Band explodiert und aus „Mikroskop“, „Violence“ oder „Knochenbrecher“ wuchtig verlängerte Krachmacher entstehen.

Nach einer guten dreiviertel Stunde nahte bereits das Ende eines so kurzen wie großartigen Konzertes. „Glücklich“ wünscht sich einer der inzwischen rund 60 Zuschauer: „Haben wir nicht im Angebot, die Zeiten ändern sich“ scheppert Schneider zurück.

Dass sich daran so schnell etwas ändert, dürfte aktuell sicher nicht im Interesse der Band liegen. Denn es läuft für Der Ringer!

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