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Froth (Credit Wichita)

Froth – Outside (briefly) – Kontakt zur Außenwelt

Innerhalb der südkalifornischen Musikszene wurden Froth mit ihrem Debut-Album „Patterns“ schnell zu einer kleinen Untergrund-Sensation. Doch scheinen sie außerhalb dieses Kosmos noch nicht so bekannt zu sein. Das Internet zumindest weiß nicht viel über die 2013 in Los Angeles gegründete Band. Ein paar Independent-Blogs haben sich darüber gefreut, dass bald Album Nummer Drei, „Outside (briefly)“ erscheint. Aber sonst?

Vielleicht gelingt Froth ja mit „Contact“, der ersten Single-Auskopplung aus „Outside (briefly)“, die Kontaktaufnahme zur Außenwelt. Im Musikvideo zu „Contact“ werden in diese Richtung jedenfalls erste Versuche unternommen: Ein Mann mit Raumfahrer-Helm versucht, sich in einer ländlichen, amerikanisierten Welt zurechtzufinden und einen zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen.

Auch wenn das „Contact“-Musikvideo rein visuell eher futuristisch anmutet, so glaubt man sich beim Hören des Albums doch eher back to the Sixties. Nicht, dass ich wüsste, wie es damals war, aber ich wüsste es gerne, wenn Froth den Bass aufdrehen und monotone, vibrierende Psychedelic-Synthies einen Sound erzeugen, der einen leicht benebelt wegtreten lässt.

Gut, dass der dritte Song, „Passing Things“, ein Wachmacher ist. Er enthält außerdem einen zweiminütigen melodiösen Zwischenpart, von dem man sich wünscht, er würde nie enden. Plötzlich befindet man sich in einem positiven Zustand des inneren Getriebenseins: Der Abwasch würde sich jetzt wie von alleine erledigen, der Staubsauger wie von Geisterhand durch das Zimmer wirbeln, meine zehn Finger die Hausarbeit wie von selbst heruntertippen – mit dieser Melodie auf den Ohren scheint alles möglich!

Doch das abrupte Ende des Songs holt einen zurück in die Realität und zurück zu den restlichen sieben Songs auf „Outside (briefly)“, in denen die Energie dann leider ein wenig aufgebraucht zu sein scheint. Der Abwasch muss wohl doch warten. Das restliche Album dudelt sehr downtempo durch, ohne dabei unglaublich langweilig zu sein, aber eben auch, ohne unglaublich originell zu sein.

Es gibt Blogs, die behaupten, nach einem noisy ersten Album und einem rauen zweiten hätten Froth nun ihre eigene Stimme gefunden und „Outside (briefly)“ sei ihr eigentliches Debut. Eine erste zögerliche Kontaktaufnahme zur Außenwelt ist ihnen damit jedenfalls geglückt.

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