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Lowly – Heba – Charmeoffensive

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Was die EP „Sink Way Into Me“ vergangenes Jahr bereits andeutete, wird jetzt zur Gewissheit auf Albumlänge. Lowly sind die neue Indiepop-Charmeoffensive aus Dänemark. Selbstbewusst statt selbstverliebt, schleichend statt aufdringlich, charismatisch statt extraordinär.

Zwischen BOY und Polica spinnt das Quintett feinfühlige Popsongs, die sanft an den Nervenenden kitzeln. Den alternativen Singersongwriter-Charakter von ersteren verknüpfen Lowly dabei mit der elektronischen Raffinesse von letzteren.

Wer also bei „Eclectic Noise Pop“, wie die Band ihre Musik selbst umschreibt, eher an Die Antwoord denkt, sollte auch besser dabei bleiben. Er verschwendet mit „Heba“ seine Zeit.

Alle anderen dürfen todschick entschleunigte Songs entdecken, die nie träge wirken, weil die Rhythmusinstrumente im Zweifel noch ein paar quirlige Haken schlagen und damit allem anderen genügend Minimalismus ermöglichen.

Am besten gelingt das in „Look At The Sun“: Ein jazzig verspieltes Schlagzeug, der Bass als behutsames Melodieinstrument und Nanna Schannong, die ihre Stimme scheinbar herrlich intuitiv über Tonspitzen schleift.

Man muss stets höllisch aufpassen, ob es nun Schannong oder Soffie Viemose – die andere der beiden Sängerinnen – ist, die einen mit liebreizenden Melodien um den Finger wickelt. Betörend gut sind sie beide (noch eine Parallele zu Boy).

Gefunden haben sich Viemose und Schannong in einem Kurs an der staatlichen Musikhochschule Aarhaus, an der Ostküste Dänemarks, wo sie außerdem auf Schlagzeuger Steffen Lundtoft, Kasper Staub und Thomas Lund trafen.

Im vergleichsweise düsteren „Word“ singt dann eine von beiden: „You can’t put a word in“. Das lässt sich als Resümee für die gesamte Platte ziehen. Bei aller Leichtigkeit und der bewussten Einschränkung auf das Nötigste, ist es gerade dieser Verzicht, der „Heba“ auszeichnet.

Jeder zusätzliche Sound-Schnipsel und jedes weitere Wort wäre wohl eines zu viel und würde nur die kristalline Schönheit trüben.

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