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Ryan Adams – Prisoner

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Da schmachtet er wieder. Der vielleicht pathetischste Singer/Songwriter im Rock hat nach seinem Taylor-Swift-Cover-Quatsch ein neues eigenes Album am Start.

Dein wievieltes Album ist das eigentlich, Ryan Adams? Das sechzehnte? Wer weiß das schon so genau bei dermaßen beständigem Output nebst allerlei Cover-Experimenten und Kollaborations-Freuden. In jedem Fall beeindruckend, stammt doch Adams‘ erstes Album „Heartbreaker“ aus dem Jahre 2000.

Herzzerbrechende Angelegenheiten sind noch immer seine liebste Initialzündung – bei allem Verlieben wie auch Entlieben durfte man dem rockenden Folker oder folkendem Rocker stets Zuhören und mitleiden beziehungsweise -brennen.

„Prisoner“, Kundige der Indie-Szene werden es wissen, ist Adams‘ erstes eigenes Album nach seiner Scheidung von US-Chart-Pop-Sternchen und gesanglicher Nervensäge Mandy Moore. Das Odd-Couple ist nicht mehr und Adams musste das musikalisch beklagen, beklagen und beklagen.

Nun, „Prisoner“ ist eines der stärkeren Adams-Alben geworden. Sein Pathos bleibt Gratwanderung und ist doch – in die richtigen Töne gebettet – herrlich kraftspendend.

„Prisoner“‘s Herzschmerz funktioniert vor allem wegen seiner Intonierung. Dem verstärkt verwendeten Classic-Rock der späten Siebziger steht das Gejammer unglaublich gut.

Den Bogen schießt gleich der Opener ab. „Do You Still Love Me“ ist ein Pathos-Schmachtfetzen, wie ihn die early 80s nicht besser hätten hervorbringen können. Aber man kennt Adams lange genug, um zu wissen, der Affekt ist echt, die überbordende Inbrunst nicht im mindesten Pose. Der Typ ist so.

Dafür, dass er die pathetische Rock-Hymne so sicher beherrscht, setzt er sie ganz schön selten ein – mein liebstes Ryan Adams Album bleibt immer noch das die Verstärker am Anschlag habende, krachige „Rock’n‘Roll“. Und so kehrt „Prisoner“ nach dem Opener schnell auf Ryan Adams folk-rockende Linie: Akustikgitarrenbeginn, jammerndes E-Gitarren-Solo-Ende. Mäanderndes Singer/Songwriter Leid.

Der Grat bleibt schmal, die Unterschiede sind nuanciert. Ryan Adams klingt immer ein bisschen zu ähnlich (außer auf seinem lauten Ausreißer). Und dennoch: Die Leidenschaft, die der Mann in seine einfachen Songs legt, samt Kitsch-Saxophon und Andachts-Klavier, ist auf „Prisoner“ sehr schön anzuhören.

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