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Cameron Avery – Ripe Dreams, Pipe Dreams

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Der Australier Cameron Avery, Bassist bei Tame Impala, Pond und The Growl, mit seinem Debütalbum „Ripe Dreams, Pipe Dreams“.

Das ist in erster Linie hoffnungsloser Romantizismus in würzig gehaltenen 33 Minuten. Der Singer/Songwriter/Multi-Instrumentalist zelebriert hier schöne Anti-Haltung gegenüber gängig gewordenem Pop-Verständnis. Passend, dass er dafür auf der gegen den Pop-Strom schwimmenden Indie-Institution Anti veröffentlicht.

Denn „Ripe Dreams, Pipe Dreams“ lässt den Gentleman-Gestus des 50er wiederaufleben. Fleißig schmachten Streicher die hoffnungslosen Liebesbekundungen mit Anzug-tragendem Anstand vor. Einzig „Watch Me Take It Away“ bricht mit rotzig aufflammenden Gitarrenriffs aus diesem Singsang aus.

“I wanted to make something that sounded like the old records I love – Johnny Hartman, Dean Martin, Frank Sinatra, Elvis Presley, Sarah Vaughan, Etta James – the big band stuff with less metaphorical lyrics,” bekundet Avery als Inspirationsquelle für sein so gestrig klingendes Debüt.

Aber Hallo. Wer einen stilvollen Blick in romantisch aufgeladene Popsong-Vergangenheit wagen will, der höre „Ripe Dreams, Pipe Dreams“. Die Synthies, die Beats, die Auto-Tune Voices unseres Heutzutages, sie fehlen hier wohltuend.

Allerdings schimmert nichtsdestotrotz durch, dass Cam Avery ein noch relativ junger Mann von Heute ist. Bob Dylans Frank Sinatra-und-Song-Book-Cover-Platten oder die rumpelnden Ausflüge von Landsmann C. W. Stoneking: Es geht schon noch eine Spur authentischer in der Heraufbeschwörung musikalischer Gestrigkeit.

Fürs Jungvolk, fürs Erste, wird’s reichen – der 50er-Habitus, die Streicher-Pomade und schmachtendes Herzblut als romantische Zeitreise in längst vergangene Popzeiten.

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