Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Goldfrapp (Credit Alison Goldfrapp)

Goldfrapp – Silver Eye

Goldfrapp sind ein bisschen wie die Rentner unter den Elektro-Pop-Bands, so lange gibt es sie schon. Und in etwa so klingt auch ein Großteil ihrer Musik: langsam, einschläfernd und irgendwie dösig. Das kann zwar auch schön sein, auf Dauer befällt einen aber eher Langeweile beim Hören ihrer sich immer wieder ähnelnden Melodien.

Seit 1999 machen die 51-jährige, britische Sängerin Alison Goldfrapp und ihr Keyboarder Will Gregory nun schon zusammen Musik. Ihr letztes Album „Tales Of Us“ erschien vor vier Jahren, umso gespannter ist die Musikwelt, wie sich ihr neues und mittlerweile achtes Album „Silver Eye“ macht.

Bandkollege Will Gregory komponiert auch Filmmusik. Auf „Tales Of Us“ konnte man sich gut vorstellen, wie weite Teile der musikalischen Landschaft mühelos in ein filmisches Epos eingebettet werden. Auf „Silver Eye“ ist das ebenfalls möglich. Doch der Sound ist etwas elektronischer geprägt, zu Anfang ein bisschen härter als der Vorgänger, ja, fast schon „flott“ möchte man sagen.

So lässt sich beispielsweise zum Opener „Anymore“ mühelos das Tanzbein schwingen. Auch der Folge-Track „Systematic“ knüpft daran an. Allerdings verliert das Album bereits hier an Tempo, um schließlich im dritten Song „Tigerman“ wieder zu dem typisch schläfrigen Goldfrapp-Sound zurückzukehren.

Dieser zieht sich dann auch bis zum vorletzten Song durch, um erst ganz am Schluss in „Ocean“ wieder temporeicher, rhythmischer und düsterer zu werden. Doch die Grundstimmung, zu der auch Alison Goldfrapps gehauchter Gesang erheblich beiträgt, vermag auch „Ocean“ nicht mehr zu ändern.

Passend zu dem Gedanken, Goldfrapps Musik untermale Filmszenarios, lassen sich auch die dramatischen Fotos des Album-Artworks betrachten: Schroffe, schwarze Klippen vor einem gleißend blauen Himmel und mittendrin Alison Goldfrapps feuerrote Haare.

Die Sängerin, die in letzter Zeit verstärkt auch als Fotografin tätig ist, schoss die Bilder allesamt selbst auf der kanarischen Vulkaninsel Fuerteventura. Tolle Bilder, eine tolle Frau auch, keine Frage, aber vielleicht könnten Goldfrapp so langsam dann doch einmal über den musikalischen Ruhestand nachdenken. Auf Fuerteventura soll sich der doch ganz gut genießen lassen.

Schreibe einen Kommentar