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Sepalot – Hide& – Weniger Pop, mehr Elektro

Hide& what? Da fehlt doch was… Genau, der zweite Teil „Seek“ nämlich, der von Sepalot aka Sebastian Weiss bereits geplant ist. Wann genau er erscheinen soll, ist noch nicht ganz klar, vermutlich im Herbst diesen Jahres. Jetzt konzentrieren wir uns aber erstmal auf LP-Teil Eins des Münchner DJ-Artists und Produzenten, das bereits sein fünftes Soloalbum ist.

„Hide&“ ist ein stimmiges Gesamtwerk, das in Teilen an Flume („Duum Diip“) oder an die französische DJ-Combo C2C („Schikane“) erinnert und locker mit einem Chet Faker („Beautiful Feat. Adriano“) mithalten kann, ohne dabei die typische Sepalot-Handschrift zu verlieren. Die erkennbaren Einflüsse sind kein Wunder, tastete sich Sepalot doch bereits vor Auflösung seiner Home-Band Blumentopf im Jahr 2015, in elektronische Gebiete vor.

Im Vergleich zu seinen Vorgänger-Alben ist „Hide&“ jedoch weniger Hip-Hop und Pop, als noch mehr treibende, elektronische Future-Beats. Eine düstere Schwere liegt allen Songs des Albums zugrunde, doch gelingt es Sepalot, einige davon zu extrem tanzbaren zu machen, den dröhnenden Drop hochzupushen und den Beat zappeln zu lassen wie beispielsweise beim Opener „Three Piece Suit“ oder bei dem bereits erwähnten „Beautiful“.

Andere Songs hingegen sind softer und langsamer, aber nicht weniger virtuos und nicht weniger energiereich. Die zusammen mit Angela Aux aufgenommene Single „Hard Rain“ ist so eine. Crescendo-artig baut sich der melancholische Song langsam auf, baut Rhythmen und Stimmen zusammen und erstrahlt am Ende in seiner ganzen Kraft.

Nach dem Hören dieses vielschichtigen, kreativen Song-Konglomerats „Hide&“ bleibt nur eine Frage: Was soll eigentlich das Album-Artwork aussagen? Man sieht den als Raubtier maskierten Mann sich hinter einer Hecke vor der adrett gekleideten Frau verstecken – er der Jäger, sie die Beute? Wir hoffen mal nicht, schließlich wissen wir ja auch seit dem ersten Song auf „Hide&“: „The men in the three piece suit suck!“

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