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Sting – Live in der Porsche Arena, Stuttgart

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Sting ist ein Weltstar ohne Allüren, ohne Starfieber. Das zeigt einmal mehr der Abend in der Stuttgarter Porsche Arena. Wer ein Konzert eröffnet, wie er es tut, zeugt auch mit 65 Jahren von einer Erdung ohne Eitelkeiten.

Leger gekleidet kommt Gordon Matthew Thomas Sumner, so Stings bürgerlicher Namen, als erstes auf die Bühne, noch vor den Supportacts. Er stellt sich an den Bühnenrand, winkt kurz und begrüßt dann das Publikum auf Deutsch.

Nur mit der Akustischen spielt er anschließend „Heading South On The Great North Road“ und holt sich zur Hälfte des Songs seinen Sohn Joe Sumner hinzu.

Es ist der Auftakt zu einem locker ineinanderfließenden Konzertabend, der personell alles ausreizt, was der Tourbus hergibt. Sting wünscht gute Unterhaltung und verschwindet nach dem Stück wieder von der Bühne. Er hat sichergestellt, dass jeder weiß, dieser 40-jährige Herr, der nun eigene Akustiksongs vorträgt, ist sein Sprössling.

Nach drei souveränen Nummern von Joe Sumner geht es nahtlos weiter mit der Tex-Mex-Band The Last Bandoleros. Sumner bleibt direkt auf der Bühne und unterstützt gesanglich den mit spanischen Gitarren untersetzten Rockabilly-Country.

Zum letzten Song der Band kommt auch sein Vater wieder hinzu und begleicht damit wohl die Schulden: Drei der fünf Bandeleros übernehmen nämlich zusammen mit Joe Sumner Backings und Akkordeon seiner eigenen Show.

Und als wolle Sting alle Zweifel im Keim ersticken, eröffnen er und seine dreiköpfige Band das reguläre Set direkt mit „Synchronicity II“ und „Spirits In The Material World“: Der Tag ist gerettet! Sting ohne The Police bedeutet keinesfalls, dass The Police zu kurz käme.

Solo durchwanderte der Bassist in jüngerer Vergangenheit ja durchaus so manche Grenzgänge, war sich weder für Broadway-Musical noch Weihnachtslieder zu schade. Doch sein neustes Werk „57th & 9th“, beworben als „Erstes Rockalbum seit 13 Jahren!“, orientiert sich wieder eher am jazzigen Punk seiner Hauptband.

Insgesamt sechs Songs von Stings zwölftem Soloalbum stehen auf der Setlist und trotzdem bleibt noch Platz für die wirklich wichtigen Solomomente. „English Man In New York“, „I Hung My Head“, „Fields Of Gold“ – Sting intoniert diese Stücke so eindrucksvoll gekonnt, wie zu seinen besten Zeiten.

Joe Sumner darf mit „Ashes To Ashes“ den verstorbenen David Bowie würdigen, kommt aber nie an die Gesangsleistung seines Vaters heran. Der wiederum wird immer dann am lautesten abgefeiert, wenn er die Police-Klassiker vom Stapel lässt.

Ob „Message In A Bottle“, „Roxanne“ oder „Walking On The Moon“, ob „So Lonely“ oder die als Zugaben aufgesparten „Next To You“ und „Every Breath You Take“ – die herbeigesehnten, ganz großen Songs spielt er alle. Und trotzdem wünscht man sich noch etliche weitere Schmuckstücke ins Programm, das mit knapp zwei Stunden einfach zu kurz ausfällt.

Mit der letzten Zugabe beweist Sting dann noch einmal, dass auch seine Solokarriere zu den wahrlich Außergewöhnlichen zählt: Für das wunderschöne „Fragile“ übernimmt er selbst die Gitarre und untermauert eindrucksvoll, warum er neben Peter Gabriel und Kate Bush der einzige ist, dem es gelang, Weltmusik nachhaltig ins Pop-Radio zu spülen.

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