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Tinariwen – Live im Heimathafen, Berlin

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Tamanrasset, die größte Sahara-Oase im Süden Algeriens mit knapp 100.000 Einwohnern, ist wahrlich nicht Berlin. Und doch umwehte ein ordentlicher Hauch jenes Wüstenstaubs den gestrigen Neuköllner Heimathafen.

Wobei der Name der Lokalität und Tinariwen schon eine unfreiwillige Divergenz eingehen. Denn Heimat, das gibt es so für die nomadisch lebenden Tuareg ohnehin kaum, erst recht indes, seit dem Bürgerkrieg in ihrem Heimatland Mali.

So kam es, dass „Elwan“ in ihrem derzeitigen algerischen Oasen-Exil, im Stoner-Rock-Mekka in der Wüste Kaliforniens, der berüchtigten Rancho de la Luna, und in Marokko entstand.

Mit diesem Album im Gepäck, ihren traditionellen farbenfrohen Gewändern und dem Tuareg-Gesichtsschleier Tagelmust verwandelten die siebenköpfigen Tinariwen den alten Berliner Veranstaltungsort in ein Klein-Tamanrasset.

Das Akkordgewitter, das die akustischen und elektronischen Gitarren der Band funkengleich versprühten, lullte im besten Wortsinn selig ein. Tinariwens Wüsten-Rock hat eine rauschhaft hypnotisierende Komponente.

Der Aufbau mag strukturell immer gleich sein – Call-and-Response-Gesänge in der hervorragend gesangsgeeigneten Sprache Tamahaq, und bluesige Akkord-Anordnung mit Solo-Finale – aber in Tinariwens musikalischer Simplizität liegt ein großer Segen.

Sie fließt, treibt, bewegt sich fort und verfrachtet den Zuhörer durch seine bluesige Einfachheit in eine andere Welt. Mögen zu Beginn noch kurze Eintönigkeitsfragezeichen aufkommen, obsiegt die Macht der perkussiv unterstützten Blues-Melodien mit rieselnder Sanduhr.

Im Einfachen kann eine Welt liegen, im Blues-Akkord, wie im Tamahaq-Singsang. Rastlos haben es sich Tinariwen zur Aufgabe gemacht, diese Erkenntnis in die Welt zu tragen. Mit Tanz, mit Liebe, mit Herzlichkeit.

Wer, wenn nicht das nomadische Berbervolk, ist besser gerüstet, diese Botschaft durch konstantes Touren in die Welt zu bringen?

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