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Cancer – Live in der Kantine am Berghain, Berlin

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Die dänischen Herrschaften Nikolaj Manuel Vonsild und Kristian Finne Kristensen haben zu Jahresbeginn als Duo mit schwierigen Namen, Cancer, ein wunderschönes Debütalbum, „Totem“, erschaffen.

Mit When Saints Go Machine (Vonsild) und Chorus Grant (Kristensen) sind Cancer auch bereits innerhalb der dänischen Indie-Musiklandschaft in Erscheinung getreten. Nichtsdestotrotz sind die beiden hierzulande selbstredend ein sehr unbeschriebenes Blatt.

Dementsprechend war die kleine Kantine am Berghain, notorische Bühne für Up-and-Coming- und Nachwuchsbands, genau der richtige Rahmen. Keine hundert Seelen erzeugen in dem flachen Raum aber durchaus eine wohlige Atmosphäre.

Es hatte etwas Niedliches, wie aufgeregt vor allem Vonsild sich gestern auf der Bühne gebarte und zu erkennen gab, viel größer war es für die beiden als Cancer bisher scheinbar nicht. Wer sich ehrlich über nicht mal dreistellige Zuschauerzahlen freut, der steht am Anfang, und genau unter diesem Motto stand der ganze Abend.

Der berührend schöne Downtempo/Indie-Folk des Albums wurde recht seltsam versucht, live umzusetzen. Vonsild sang und bediente reichlich Regler simultan, während Kristensen sich auf die Gitarrenarbeit konzentrierte und Backing Vocals besteuerte. Da Vonsild seine Voice-Loops und -Samples live ein- und abspielte und es daher naturgemäß zu Abweichungen vom Albumgeschehen kam, verzichteten Cancer auf einen Drumcomputer.

Einen dritten Musiker mitzunehmen, hätte wohl das Budget gesprengt und einen Computer den Takt geben zu lassen, hätte die spontanen Live-Entwicklungen der Songs, die von den Live-Loops und -Samples lebten, vernichtet.

Leider wurde der Abend ohne Takt ein My zu sakral. Es ging Cancer ein wenig die Energie und Eindringlichkeit ab, die ihr Debütalbum so schön beherrscht. Ohne Schlagzeug schien es gar, als versuche Vonsild, noch mehr in seine Gesangsparts hineinzulegen, als nötig gewesen wäre.

So wurde der Abend zwar ein schöner, da ein gefühlvoll-melancholisches Downtempo-Album präsentiert wurde, das zu den Lichtblicken des bisherigen Jahres zählt, aber auch einer, bei dem man merkte, dass die ganze Unternehmung namens Cancer noch sehr in den Kinderschuhen steckt.

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