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Giant Rooks – Live im Täubchenthal, Leipzig

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Anfang des Jahres noch als Support bei Von Wegen Lisbeth, die wiederum lange Vorband von AnnenMayKantereit waren, sind die Giant Rooks nun mit eigener Tour unterwegs. Gemein ist diesen drei deutschen Bands ein ähnliche Fangemeinde, die alle kurz vor der Jahrtausendwende geboren wurden. Der wohl größte Unterschied: Giant Rooks singen auf Englisch.

Und so denkt man am gestrigen Montagabend im Täubchenthal, wenn man mit geschlossenen Augen nur den Tönen folgt, hier spielt eine englische Indie-Popband, eine jener Bands, die ihren Weg schon lange gemacht haben. Blickt man dann auf die Bühne, wird man überrascht und kann kaum glauben, dass die Jungs aus Hamm vor nicht allzu langer Zeit gerade ihr Abiturzeugnis erhalten haben.

Eine Band steht und fällt mit ihrem Leadsänger, das ist nicht erst seit The Doors so. Auch bei Giant Rooks wird deutlich, dass Frontmann Frederik Rabe mit Abstand die größte Strahlkraft besitzt und das liegt nicht nur an seiner äußerst markanten Stimme. Seine in die Stirn fallenden Haare machen ihn zum Mädchenschwarm, nicht nur an diesem Abend. Neben dem Gesang spielt er Gitarre und schlägt auch noch einige Percussion-Elemente und trägt so seinen Teil zur besonderen musikalischen Vielfalt der Band bei.

Seine Kollegen Finn Schwieters (Gitarre), Luca Göttner (Bass), Jonathan Wischniowski (Keyboards), und Finn Thomas (Schlagzeug) beherrschen ihre Instrumente und deren Zusammenspiel, als hätten sie jahrzehntelang nichts anderes gemacht.

Leider sieht man von den Letztgenannten an dem Abend nicht allzu viel, da die Bühne für eine fünfköpfige Band schlichtweg zu klein ist. Das Konzert findet nämlich im familiären Clubzimmer des Täubchenthal statt, der Saal wäre wahrscheinlich für einen Montagabend zu groß gewesen. Es ist ausverkauft, die Luft ist zum Schneiden.

Die Band hat erst zwei EP‘s veröffentlicht, dementsprechend ist der Umfang des Konzerts beschränkt. Und so ist es mehr als willkommen, dass eine Coverversion des unlängst gekürten Literaturnobelpreisträger die kurze Setlist erweitert. „I Shall Be Released“ kündigt Frederik Rabe mit den Worten an: „Bob Dylan darf man eigentlich nicht covern“.

Doch, darf man, sollte man sogar, wie es schon Hunderte davor erfolgreich gemacht haben. Die meisten der Anwesenden, kaum älter als die Protagonisten auf der Bühne, kennen Bob Dylan, wenn überhaupt, wahrscheinlich nur von Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern. Und so ist die Reaktion im Publikum auch eher verhalten, obwohl die Qualität des Cover-Songs beachtlich ist.

Ansonsten ist die Stimmung die ganze Zeit überaus gut, auch wenn gegen Ende das Gefühl aufkommt, dass die Luft etwas raus ist. Die Songs ähneln sich zu sehr. Stücke wie „New Estate“ klingen wie jahrelang vertrautes Popgut, vielleicht zu vertraut. Aber es bleibt eine Menge Zeit, sich weiter zu entwickeln.

Im Sommer spielen Giant Rooks unter anderem beim Kosmonaut Festival. Spätestens dann wird sich zeigen, wie der Weg weiter geht und ob der große Hype einsetzt.

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