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Girlpool – Powerplant

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Oh, eine Platte, die beim Einschlafen hilft, dachte ich nach dem Hören der ersten 30 Sekunden von „Powerplant“. Falsch gedacht, der Song nimmt nach 50 Sekunden Fahrt auf – und diese musikalische Wendungen sollte nicht die einzige auf der Platte bleiben.

Harmony Tividad und Cleo Tucker sind zusammen Girlpool und haben soeben ihren zweiten Longplayer veröffentlicht. „Powerplant“ ist der Nachfolger des 2015 erschienenen Debütalbums „Before The World Was Big„.

Der Girlpool-Sound ist ganz eigen: Doppelstimmiger Gesang, mal angenehm ergänzend, mal differierend bis disharmonisch trifft auf Gitarren- und Bassakkorde. Es klingt pastellig, verschroben, Lo-fi at its best, aber eben auch sehr melodiös und 90er-Jahre-affin.

Cleo spielt Gitarre, Harmony Bass und erstmalig haben die beiden sich Unterstützung geholt, ihr gemeinsamer Freund Miles Wintner sitzt jetzt an den Drums.

Wenn man auf der Suche nach sich selbst ist, kann das weh tun und wütend machen. Oder man hält inne, reflektiert das innere Befinden und startet damit ganz ruhig die Eigenanalyse.

Letzteres Vorgehen haben Girlpool bevorzugt. Der Opener „123“ wirft einige Fragen auf. Cleo ist offensichtlich verknallt in Sally Spitz und immer, wenn sie sie sieht, läuft ihr eine grüne Flüssigkeit aus dem Haaransatz, den Augen oder dem Mund wie man im dazugehörigen Video sieht.

„One two three will you list it off to me?“ wird doppelstimmig singend gefragt und im Video gibt es die Antwort: Sally mag und küsst Cleo trotz der grünen Flüssigkeit, die sie verliert.

Überwindet Liebe alle Hürden oder vergiftet sie alle Beteiligten langsam? Mit dieser Frage lassen uns die Musikerinnen allein, wir können jetzt in uns reinhorchen.

Das Konfuse, das Liebe und Begehren mit sich bringen, scheint eines der Leitmotive der aktuellen Schaffensphase von Girlpool zu sein. In „Your Heart“ heisst es: „I still didn’t know you, Your mouth is like broken glass“.

Gemütlich und mit countrylastig-cooler Gitarre startet „Corner Shop“, bevor dann, etwa in der Mitte des Songs, ein verzerrter Bruch kommt mit jaulenden Gitarren. Danach geht es genauso entspannt weiter, wie der Song gestartet hat. Ein innerer Ausbruch, laut und plötzlich, der genauso schnell endet, wie er kam.

Girlpool haben auf „Powerplant“ ihren ganz eigenen Sound weiterentwickelt, der spannend ist, da er zwischen hypnotisch und hypochondrisch, sediert und sonnig changiert.

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