Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
James Vincent McMorrow (Credit Sarah Doyle)

James Vincent McMorrow – True Care

James Vincent McMorrow hat die Faxen dicke. Der gebürtige Dubliner, der sich im Herbst 2016 seiner zarten Folk-„Garderobe“ entledigte und stattdessen plötzlich im musikalischen Elektro-Korsett durch die Lande zog, zieht im Sommer 2017 mal eben so den Album-Tour-Wartezeit-Album…-Stecker und überrascht seine Anhängerschaft mit einem brandneuen Studiowerk.

„Ich möchte eine Platte machen, wenn ich es für richtig halte und ich möchte sie veröffentlichen, wenn sie für mich noch genauso frisch ist wie für jeden, der sie dann zum ersten Mal hört“, bringt James zu Protokoll. Klar, wieso auch nicht? Warum warten, wenn der Akku voll ist?

Seine Fans honorieren den neuen Kurseinschlag natürlich mit viel Beifall – das auch völlig zurecht, denn auf „True Care“ präsentiert sich James Vincent McMorrow musikalisch befreiter und offener denn je.

Die Genre-Schubladen bleiben zu. Ohne Zeit- und Erwartungsdruck musiziert der Ire einfach drauf los. Von der bezirzenden Klavierballade („National“), über popgeschwängerte Gospel-Tupfer („True Care“) und ausdrucksstarke 80s-Reminiszenzen („Change Of Heart“, „Don’t Wait Forever“) bis hin zu sphärischer Instrumental-Kost aus der Atmo-Schatulle („Outro“): James Vincent McMorrow lässt sich und seine kreativen Gedanken einfach treiben.

Eine gute Dreiviertelstunde lang entführt James Vincent McMorrow seine Anhängerschaft in eine wahlweise pulsierende oder in sich ruhende Klangwelt voller pointierter Sound-Überraschungen. „True Care“ ist die perfekte Mixtur für neugierige Eingefleischte und ebenso aufgeweckte Quereinsteiger.

Alles richtig gemacht, Mister McMorrow! Hut ab.

Schreibe einen Kommentar