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Käptn Peng und Die Tentakel von Delphi – Das nullte Kapitel

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Diese fürchterliche nullte Stunde. Schlecht gelaunt und übermüdet, unfähig Umfeld und Informationen zu deuten, ist sie eine der unangenehmsten Erinnerungen an die Schulzeit.

Davon ist das „Das Nullte Kapitel“ von Käptn Peng & Die Tentakel Von Delphi weit entfernt. Es handelt es sich auch nicht um ein Prä-Debut, es ist bereits das dritte Album (abzüglich Live-Platte, zuzüglich Soundtrack zu „Alki Alki“), welches auf dem hauseigenen Kreismusik Label erscheint.

Dass Schauspieler gleichzeitig Musiker sind (oder umgekehrt), ist nicht unüblich, hierzulande von Manfred Krug bis Tom Schilling gelebt. Seit 2010 rappt sich auch Robert Gwisdek durch die Musiklandschaft, zuerst mit seinem Bruder Johannes aka Shabian, später expandiert zum fünfköpfigen Bandformat.

Posen und auf die dicke Hip-Hop-Hose machen, ist hier nicht angesagt, dieses Gesamtkunstwerk legt den Fokus auf den Text. Wortkapriolen vollgestopft mit philosophischen Metabetrachtungen sind die Ebenen, in denen sich Gwisdek und seine Crew bewegen.

So klingt der namensgebende Einstieg in das Album rätselhaft wie das am letzten Samstag im Kulturradio gelaufene Kinderhörspiel „Figarino Im Schilderwald“, um sich dann in abstrusen Alltagsstorys zwischen Selbstfindung und Grenzerfahrungen zu ergießen.

Käptn Peng beschreibt Unglaubliches wie sein maritimer Berufskollege Blaubär, verfängt den Zuhörer in den Tentakeln von Delphi, um in den Geschichten kräftig zu orakeln. „Hier, trinke Tipp-Ex und finde zur Weisheit“ rät er in „Spiegelkabinett“ und derart praktische Lebenshilfen finden sich auch in „Meister und Idiot“, „Tango im Treibsand“ und den übrigen Stücken.

Die musikalische Seite des Unternehmens wird nicht vernachlässigt, wer auf derbe Beats und böse grummelnde Subbässe (die Bassdrum besteht hier aus einer Zementmischwanne) steht, wird hier nicht bedient. Die Arrangements sind leichtfüßig, greifen an der richtigen Stelle kräftiger in die Saiten, bieten reichlich instrumentierte Abwechslung und eingängige Hooks, schweres Kopfnicker-Potential mit „WobWobWob“ inklusive.

Hier trifft subtiler Wortwitz auf klassische Hip-Hop-Zutaten, die sich mit skurrilem Charme zu einer denk- und merkwürdigen Platte verbinden.

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