Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

17 + sechzehn =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Big Thief – Capacity – Nahe der Perfektion

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Auf den Spuren von Laura Marling wandelnd, säuselt sich Adrianne Lenker mit wehleidigem Timbre in melancholische Welten („Pretty Things“). Der Einstieg des zweiten Big Thief-Albums „Capacity“ könnte eindringlicher nicht sein.

Und das ist erst der Anfang. Auch der Rest des Albums, der musikalisch zwischen klassischem Singer/Songwriter-Liedgut und fesselndem Folk-Rock hin und her pendelt, zieht den Hörer durchgehend in seinen Bann.

Nach dem rohen Debütwerk („Masterpiece“) präsentiert sich die Band aus Brooklyn von ihrer introvertierten Seite. Vor allem Band-Aushängeschild Adrianne Lenker zieht alle imaginären Blicke auf sich. Wie ein offenes Buch gewährt die Sängerin mit dem betörenden Hauchzart-Organ tiefste Einblicke in ihr Seelenleben.

Adrianne hat aber auch viel zu erzählen. Aufgewachsen in einer Sekte, zog sie ab dem vierten Lebensjahr gemeinsam mit ihren Eltern im Stile einer Kindergarten-Nomadin durch die Staaten. Dann wollte ihr Vater aus ihr ein Kinder-Star machen. Doch mit 16 zieht Ms. Lenker die Reißleine. Seitdem steht ihr die Musik wie ein treuer Freund und Ratgeber zur Seite.

Im Video zur Album-Speerspitze „Mythological Beauty“ verkriecht sich Lenker im Inneren eines toten Gefährten. Es sind verstörende Bilder. Trotz der fiktiven Storyline wirkt das Szenario erschreckend echt. Alles geht unter die Haut – auch die Realität hinter der cineastischen Fassade. Es geht um Adriannes älteren Adoptiv-Bruder, den sie nie kennengelernt hat.

Aufwühlend und berührend begleiten langlebige Melodien und zärtliche Arrangements nicht enden wollende Erinnerungen und Gefühle. Songs wie „Shark Smile“, „Watering“ und das trocken, aber dennoch voller Leben vor sich hin gluckernde „Objects“ hinterlassen große Spuren in der Branchen-Schublade.

„Capacity“ vereint ungekünstelte Schönheit und autobiografischen Mut zu einem großen Ganzen, das im Folk-Rock-Jahr 2017 zweifellos Maßstäbe setzt.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.