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Das ist der perfekte Bandname – Cigarettes After Sex im Interview

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Aufgewachsen mit den Klängen von Michael Jackson, Miles Davis, klassischer Musik und berstendem Metal, landet Greg Gonzalez irgendwann in der Klangnische zwischen The Jesus And Mary Chain und The Smiths. Der in Texas geborene Kino-Angestellte und Frontmann der Emo-Pop-Newcomer Cigarettes After Sex steht auf die ganz großen Gefühle.

Als betörenden Bettkantenromantiker zieht es Greg Gonzales nun nach knapp zehn Jahren unter dem CAS-Banner in die große weite Welt hinaus. Das selbstbetitelte Debütalbum soll dieser Tage als Sprungbrett dienen. Wir trafen den charismatischen Sänger und Songwriter zum Interview und plauderten über den perfekten Bandnamen, Bauchgefühle die Magie der richtigen Atmosphäre.

MusikBlog: Greg, leidenschaftliche Raucher schwärmen ja oft von der Zigarette danach. Essen, Trinken, Sex: Welche Anschlusskippe schmeckt denn nun wirklich am besten?

Greg Gonzales: (lacht) Es ist und bleibt die Zigarette nach dem Sex.

MusikBlog: Demnach hat euer Bandname einen autobiographischen Hintergrund?

Greg Gonzales: Definitiv. Es gab einst diesen einzigartigen Moment mit einer Frau. Danach zündete sie sich ganz selbstverständlich eine Zigarette an. Da war mir klar: Das ist DER perfekte Bandname.

MusikBlog: Musikalisch passt er wie die berühmte Faust aufs Auge. Du pendelst mit deiner Band irgendwo zwischen entspanntem Slow-Core und schwelgendem Ambient-Pop. Es hätte aber auch in eine ganz andere Richtung gehen können, oder?

Greg Gonzales: Ja, das stimmt. Ich war auch eine lange Zeit in Metal-Projekte involviert.

MusikBlog: Wie kam’s dann zum Sprung in die Pop-Welt?

Greg Gonzales: Das war ein Prozess. Ich bin ein Typ, der sich gerne ausprobiert. Wenn mir etwas gefällt, dann folge ich meiner Neugierde und versuche, mich so gut es geht in die Materie einzuarbeiten. Ich habe ja vorher nicht nur Metal gemacht. Ich bin mit der Musik von Michael Jackson und Queen aufgewachsen. Dann kamen die Beatles und Miles Davis. Madonna, Erasure und der ganze 80s-Pop-Kram: Ich habe überall reingeschnuppert.

MusikBlog: Dieser Tage stößt man vor allem auf Namen wie The Jesus And Mary Chain und The Smiths, wenn es um die Klangdefinition von Cigarettes After Sex geht. Passt das?

Greg Gonzales: Ich denke schon. Vor allem The Smiths haben mich in den vergangenen Jahren sehr inspiriert.

MusikBlog: Du arbeitest nebenbei auch noch als Kino-Betreiber. Kommt daher auch der cineastische Unterton in eurem Sound?

Greg Gonzales: Filme haben mich schon immer begeistert. Und Soundtracks sowieso. Ich liebe es, wenn Musik mit kompletten Geschichten verbunden wird.

MusikBlog: Angefangen habt ihr im Jahr 2008. Warum erscheint euer Debütalbum erst heute?

Greg Gonzales: Wir waren die vergangenen knapp zehn Jahre nicht untätig. Wir haben zwei EPs veröffentlicht und waren unheimlich viel live unterwegs. Für ein komplettes Album braucht es einfach auch das perfekte Song-Paket. Und das hat bei uns etwas gedauert. Manchmal muss man die Dinge im Leben einfach reifen lassen, wenn man am Ende zu hundert Prozent zufrieden sein will. Wir haben uns da gar keinen Stress gemacht.

MusikBlog: Gab es einen bestimmten Moment in der Vergangenheit, in dem dir klar wurde, dass es mit der Band auch ohne das permanente Drücken der Fast Forward-Taste nach oben gehen wird? Oder hast du’s einfach drauf ankommen lassen?

Greg Gonzales: Ich habe mich eigentlich noch nie von irgendwelchen Business-Regularien leiten lassen. Ich höre da eher auf mein Bauchgefühl. Wenn sich irgendwo zu viel Druck aufbaut, trete ich automatisch auf die Bremse. Bei Cigarettes After Sex war es einfach so, dass ich von Anfang an ein gutes Gefühl hatte. Ich wusste aber auch, dass es nicht über Nacht klick machen würde. Und mit diesem Gefühl bin ich das Ganze ganz entspannt angegangen. Irgendwann merkt man einfach, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

MusikBlog: Musikalisch pendelt ihr zwischen den Schubladen Dream-Pop und Ambient-Pop. Produktionstechnisch hingegen habt ihr euch von den Cowboy Junkies inspirieren lassen. Wie passt das zusammen?

Greg Gonzales: Es ging mir dabei vor allem um die Art und Weise, wie die Band eines ihrer früheren Werke aufgenommen hat („The Trinity Session“). Die haben sich in einer Kirche verbarrikadiert und jeden Track des Albums mit einem einzigen Mikrofon aufgenommen. Das hat mich irgendwie fasziniert.

MusikBlog: Ergo: Euer Album wurde ebenfalls in einer Kirche mit nur einem Mikrofon aufgenommen?

Greg Gonzales: Naja, nicht ganz. Aber wir haben zumindest versucht, eine ähnliche Atmosphäre herzustellen.

MusikBlog: Da schließt sich irgendwie der Kreis. Danach wurde bestimmt erstmal eine Zigarette angezündet, oder?

Greg Gonzales: (lacht) Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Aber als das Album im Kasten war, waren wir definitiv sehr glücklich und zufrieden.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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