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Portugal. The Man – Woodstock

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Am 20. April war inoffizieller Welt-Kiffer-Tag. In zahlreichen Großstädten, auch in deutschen, wurde für die Legalisierung von Gras demonstriert. Auf Schildern war zu lesen „Ich will nicht länger warten, Hanf in meinem Garten“ oder „Die schlimmste Nebenwirkung ist die Strafverfolgung“.

Portugal. The Man nutzten diesen Tag, um eine eigene Hanf-Mischung auf den Markt zu bringen, die nach ihrer aktuellen Single „Feel It“ benannt wurde. Freilich nur in den US-Bundestaaten, in denen Gras bereits legalisiert ist.

Hört man sich nun ihr achtes Album „Woodstock“ an, stellt sich die Frage, ob sie selbst vielleicht zu wenig davon genascht haben. Denn irgendwie scheinen ihnen die guten Ideen auszugehen.

Die leichtfüßige Single taugt zwar für den Chillout am Badesee, dürfte aber keinesfalls durch den ganzen Sommer tragen. In „Rich Friends“ singt Frontmann John Gourley passenderweise dann vom „Everyday Holiday“.

Reicht das? Glitzernde Popmusik in Badehose und Cabriolet für eine Band, die einst als versierte, frisch klingende Indieprogger starteten und Kritiker und Fans verzückten?

Klar, die Entwicklung von Prog zu Pop fand schleichend statt und findet auf „Woodstock“ vielleicht auch nur ihren vorläufigen Höhepunkt.

Hatte der Vorgänger in der Evolution des US-amerikanischen Quintetts allerdings noch genügend Hooklines, um fehlende Kanten auszugleichen, wirkt „Woodstock“ in den besseren Momenten wie ein Zitat ihrer selbst (aus jüngerer Vergangenheit), in den schlechteren noch inspirationsloser.

Um high zu werden, gibt es deutlich besseren Stoff als diesen Etikettenschwindel. Denn was auf der Platte drauf steht, ist mitnichten drin.

Für die, die mit „Woodstock“ den Erstkontakt mit Portugal. The Man riskieren, findet sich wahrscheinlich keine schlechte Popmusik. Wer aber weiß, zu welchen Kunstgriffen diese Band schon im Stande war, darf durchaus enttäuscht sein.

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