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Royal Blood – How Did We Get So Dark?

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Vor den Umständen, mit ihrem brillanten ersten Aufschlag 2015 den Brit-Pop Award für die beste Band Coldplay vor der Nase weggeschnappt zu haben, und darüber hinaus mit Dave Grohl einen ihrer größten Fans zu besitzen, starteten Royal Blood die Arbeiten am berüchtigt schwierigen zweiten Album.

Die 2-Mann Combo nahm ihren Neuling so gelassen in Angriff, wie sie mit dem um sie entstandenen Hype umgingen. Abgeschottet in einer kalifornischen Lagerhalle wurde nachts gefeiert und tagsüber gearbeitet.

Diese persönlichen Präferenzen zu verbinden, wirkte hochproduktiv, 50 Songs wurden eingespielt, zehn landeten auf „How Did We Get So Dark?“.

Laut Sänger Jim Kerr ist das Produkt mit „sexy“ treffend beschrieben und bezüglich des Debüts „überzeugender“ ausgefallen, was nach seiner Einschätzung daran liegt, dass im Gegensatz zu ihrer Erstausgabe keine Demo-Sammlung vorliegt, sondern diesmal ein Konzept dahintersteckt.

Neu erfinden musste sich das Duo aus Brighton nicht, wozu auch. Die Auskopplung „Lights Out“ überzeugte bereits im Vorfeld mit der zu erwartenden Power irgendwo zwischen Therapy?, den frühen We Are Scientists und sich selbst, wobei hier das Rohe ihres Garage-Rocks im Vergleich zum Vorgänger einen leicht gebremsten Eindruck hinterlässt.

Ansonsten alles beim Alten. Ben Thatchers Schießbude treibt den Bassisten vor sich her, der ,was das Zeug hält, Riff für Riff und Hook um Hook zurückballert, bevor beide Teile im Gleichschritt davonpreschen. Das ist einfach, aber wirkungsvoll und beweist einmal mehr, wie wenig Manpower nötig ist, um maximales Volumen zu erzeugen.

Wie Kerr seinem Instrument den speziellen Sound entlockt, bleibt ein Bandgeheimnis. Lemmy war diesbezüglich gesprächiger: alle Regler auf Anschlag, am Verstärker Höhen und Tiefen raus und die Mitten voll aufgedreht – fertig.

Ob mit „Hook, Line & Sinker“ geradliniger Blues-Rock an den Start gebracht wird, dieser mit melancholische Momente verflochten oder am Funk-Modus angedockt: Royal Blood verstehen es, ihr Selbstverständnis als Live-Band in die Konserve zu übertragen.

Aus dem ohnehin konstant hohen Album-Level ragt dabei der Smasher „Hole In Your Heart“ noch heraus.

Den Grund, weshalb Royal Blood so gute Musik machen, sehen Jim Kerr und Ben Thatcher darin, dass sie eben gute Freunde sind. Möge diese Freundschaft noch lange halten, denn hier scheint jemand das Pulver noch lange nicht verschossen zu haben.

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