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Faber – Sei ein Faber im Wind – Die Nutte am Lagerfeuer

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Faber ist 23, kommt aus der Schweiz (Zürich) und macht „Akustik-Punk für Mädchen“ (O-Ton Faber). Was das nun wieder für ein Genre sein soll? Keine Ahnung.

Man sollte sich aber von der vom Künstler selbsternannten Kategorisierung nicht allzu sehr in die Irre leiten lassen. Mit Punk hat „Sei Ein Faber Im Wind“ nun wirklich nicht allzu viel am Hut. Zumindest nicht musikalisch.

Auf seinem Debütwerk klammert sich der junge Chansonnier mit dem rauen Organ eher an Reminiszenzen aus den Bereichen Swing, Jazz, Polka und Pop. Warum also „Punk“?

Nun, Musik präsentiert sich ja zumeist auf zwei Ebenen. Da wäre zum einen das Klangerlebnis. Hier, wie bereits erwähnt, klingt Faber in etwa so punkig wie Sophie Hunger.

Bleiben noch die Inhalte. Und für wahr: Textlich haut Faber durchaus auf den Putz. Seine Helden stehen im Schatten der Gesellschaft. Dort, wo die Sonne nur selten scheint, rollt Faber gerne rote Teppiche aus.

Entsprechend präsentiert sich das Vokabular mit dem der Schweizer eine Lanze für all jene bricht, die mit der biederen Masse auf Kriegsfuß stehen. Mit rohem Wortwitz pendelt Faber gekonnt zwischen Gesellschaftskritik und Selbstironie hin und her.

Irgendwie ist alles erlaubt. Während sich im Hintergrund amerikanischer Swing mit melancholischen Lagerfeuer-Vibes paart, säuselt Faber an vorderster Front vom „Ficken“ und „Blasen“.

Mit dreckigem Geplapper an die Charts-Spitze? Mitnichten. Fabers Direktheit zielt nicht auf Mainstream-Erfolg ab. Der schroffe Sprechgesang, befeuert von einzelnen Rotlicht-Ausrufezeichen, soll lediglich zum Nachdenken anregen. Und damit scheidet der „Mainstream“ definitiv aus. Würde ich jetzt mal so behaupten.

Anyway… Lauscht man aufmerksam den Texten, schält sich der „Punk“ am Ende doch noch irgendwie aus den Boxen. Wenn auch „nur“ in Form von rebellierenden Zeilen. Aber die können erfahrungsgemäß manchmal weitaus mehr bewirken als schrammelige E-Gitarren und scheppernde Drums.

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