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LeVent – LeVent

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Das Wichtigste ist eine stramme Bass-Struktur. Und gebremstes Tempo. Alles andere sortiert sich um diesen Kern.

Newcomer in der Konstellation, aber keine Neulinge in der Musik. Gespielt haben LeVent bei 18th Dye, Wuhling, Caspar Brötzmann Massaker.

Das Trio aus Berlin hat vor geraumer Zeit den Gitarristen verloren – und hey, was macht guten Rock aus der seine eigene Klasse definiert? Ganz offensichtlich ein Bass, ein zweiter Bass, ein Schlagzeug und Gesang wäre auch nicht schlecht. Naja, die Verzerrer sollten wir besser nicht vergessen.

Heike Rädeker am Bass und Micro, Maryna Russo auch am Bass und Frankie Neumeier am Schlagzeug liefern nach eigener Kategorisierung experimentellen Krautrock. Kann man sich drüber streiten.

2016 haben sie vier Tracks auf Kassette (Ja wirklich, das wird wieder modern, siehe Friends Of Gas) und als Download veröffentlicht. Jetzt kommt endlich das selbstbetitelte Debütalbum.

Wertvoll dunkle Ästhetik dominiert den Klang der Scheibe, nicht wirklich düster, eher subtil aggressiv treibend. Stillhalten beim Hören ist schwer, der unterschwellige Druck ist hoch. Die Stücke variieren zwischen basslastig und down-tempo und dann wieder latent zurückhaltend aggressiv.

Viele Tracks extrem aufgeräumt und minimalistisch, voll konzentriert auf die Struktur. Der Bass ist förmlich in allen drei Dimensionen greifbar wie z.B. bei „Rabbit“. Bei dem Sound irgendwie logisch, dass sie mal was mit Steve Albini gemacht haben.

Die Bandbreite des Schlagzeugs von einfacher Taktmaschine zu dominierenden Bässen bis zu jazzig anmutend leicht und komplex – eine ganz eigene Größe. Der dramatisch lebensbejahende Gesang gibt seinen Teil zum Ganzen dazu.

Ähnlich flexibel wie die Struktur der Stücke. Mal über der Musik schwebend und vermeintlich lieblich, dann dunkel und wieder echt wütend. Langgezogen getaktetes Stakkato wechselt mit eher verzichtbar hochtöniger Dramatik.

Neben akkurater Perfektion können sie auch richtig ernsthaften Noise. Verzerrte Teppiche überlagern die Struktur und der Gesang treibt mit nicht mehr ganz so latenter Aggression nach vorne.

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