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Oh Wonder – Ultralife

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Der 14. Juli ist in diesem Jahr nicht nur für Menschen in Frankreich ein Grund zu feiern, sondern auch für die Fans von Oh Wonder. Diesen Freitag erscheint das lang ersehnte zweite Album des Duos. Wobei man eigentlich auch sagen könnte, dass es das erste ist, zumindest das erste ‚richtige‘ Album.

Ihr eigentliches Debüt „Oh Wonder“ war vielmehr ein spannendes DIY-Projekt: Ab September 2014 veröffentliche die Band zu Beginn jeden Monats einen neuen Song bei Soundcloud. Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich so eine richtige Fanbase, die jeden Monat voller Spannung die Veröffentlichung des nächsten Tracks erwartete.

Für alle, die – wie ich – das spannende Projekt verpasst haben und nicht ganz genau wissen, wer diese kreativen Köpfe sind, hier ein kurzes Update: Oh Wonder ist ein Indie-, Elektro-Pop-Duo, bestehend aus Josephine Vander Gucht und Anthony West. Beide haben eine klassische Musikausbildung und sind absolute Multitasker. Sie singen und performen ihre Songs nicht nur, sondern schreiben, produzieren und mischen sie auch.

Wären das Menschen, die ich kenne, würde ich sie vermutlich nicht mögen. Doch aus der Distanz ist das ziemlich cool, denn die beiden Musiker*innen wissen, was sie tun – das beweisen sie spätestens mit ihrer neuen Platte „Ultralife“.

„Ultralife“ ist aber nicht nur der Name des Albums, sondern auch der Name eines Songs. Der Track ist ungewohnt schnell, bunt und gut gelaunt – das macht sich auch im dazugehörigen Video bemerkbar, das nur so vor knalligen Farben, guter Laune und jeder Menge Fantasie strotzt.

Was sich in dem Song bereits andeutet: Bei ihrer neuen Platte probieren sich Oh Wonder aus. Sie wechseln das Tempo, spielen mit dem Stil und trauen sich an mehr Energie und mehr Variation ran.

Besonders deutlich wird das vor allem bei den Anfängen der Tracks, die teilweise nicht verschiedener sein könnten: Während „High On Humans“ mit den befremdlich wirkenden Stimmen von Maschinenmenschen einsetzt und die Gitarrensounds zu Beginn von „All About You“ auch von Bilderbuch stammen könnten, stellt sich bei „Heavy“ unweigerlich eine Beyoncé-Assoziation ein.

Die Variationsbreite, die in den Anfängen bereits angelegt ist, wird auch von den Songs als solche aufrechterhalten. Hier stehen Soulnummer wie „All About You“ neben den lässigen Hip-Hop-Beats von „Lifetimes“.

Doch trotz der abwechslungsreichen Spielarten gibt es auch verbindende Elemente. Zum einen wären da die beiden unvergleichlichen Stimmen von Oh Wonder: Ihre zart, klar und tonangebend, seine dunkel, rauchig und fast vollkommen im Hintergrund verborgen – aber eben nur fast.

Einen weiteren Verbindungspunkt bietet die thematische Nähe der Songs: „Ultralife“ ist zwischenmenschlichen Beziehungen gewidmet. Mal geht es dabei um das Alleinsein, mal um Liebe und darum, einen anderen Menschen zu brauchen.

Auch wenn Oh Wonder mit ihrem neuen Album das Rad nicht neu erfinden, so bietet „Ultralife“ zweifelsohne einen gelungenen Soundtrack für den Sommer – auch wenn dieser abgedroschene Satz dem Album nicht gerecht wird.

Hätte ich einen Führerschein und noch dazu ein Auto, würde ich die Scheiben runterlassen, den Regler nach rechts drehen und peinlich am Steuern mitsingen.

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