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I Salute – Her Confidence – Nois`n`Rap

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„Jeder sagt Digga heutzutage“ beschwerten sich die Altmeister Beginner im letzten Jahr über den subjektiv empfundenen, masse-bedingten Qualitätsverlust im nationalen Rap-Geschäft.

Dabei trennt sich auch im gut aufgestellten Sprechgesang-Sektor zügig Spreu von Weizen, bei I Salute kann auf’s Aussieben ganz verzichtet werden. Die Berlin/Leipzig-Kombi, die auf Slang und alles sonstige genre-übliche Gepose verzichtet, geht direkt über die Priority Lane an den Start.

Dort wo ihre „To Nothing But You“ EP 2014 endete, knüpft ihr Debütalbum mit einer Fusion aus DIY-Elektro und Rap inklusive Indie-Querverweisen, die mit eigenwilliger Sprache und verwirrenden Beatkombination glänzt, an.

Dabei machen es Sören Geißenhöner und Magnus Wichmann dem Konsumenten nicht leicht, gefälliger Kopfnicker-Modus ist nicht ihre Sache. Der Ex-Frontmann der Empty Guns und sein Soundingenieur, der auch in einer Screamo-Band auf das Schlagzeuger eindrischt, experimentieren mit allen möglichen und unmöglichen Geräusch-Komponenten, deren Unstetigkeit einiges an Konzentration verlangt, um den Faden nicht zu verlieren.

Das klingt sperriger als es letztlich ist, bei Licht betrachtet, schaffen I Salute auf „Her Confidence“ Track für Track ein klangintensives Erlebnis, welches bei aller Noise-Affinität nicht gänzlich auf nachhaltige Hooks verzichtet.

Die Rhythmik der Stücke besitzt eine lange Zündschnur, einmal explodiert, hallt ihr Eindruck lange nach. Die wilden Breaks von „Praise“, das verbreitete Hinübergleiten in dunkle Industrial-Gefilde, die mit „Third“ oder „King Goodwill“ eingebrachten Laibach-haften Momente – der Wille zum Stilbruch prägt das Album.

Die tief philosophisch gefärbten Lyrics erinnern im Vortrag an Zugezogen Maskulin ohne deren Adrenalin-Booster. Wortakrobat Sören verzichtet auf Slogans und Parolen, auf Klischees sowieso, dafür sind seine Assoziationen (siehe „Dein Wankelmut ist meine Evidenz“ aus „Boyfriend“) zu komplex und die Abfolge der Fremdwörter zu schnell. Das ist anspruchsvoll, aber nicht überladen, oberflächliches Hören verbietet sich dabei, es sei denn, es müssen keine Begriffe gegoogelt werden.

Hier haben zwei ordentlich die „Panty“ runtergelassen und einen gelungen Brückenschlag zwischen Spoken-Word und Sound-Labyrinth hingelegt.

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